Aufsatz 
Präzisions-Zeitmessung in der Vor-Huygensschen Periode / Hans von Bertele
Entstehung
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Präzisions-Zeitmessung in der Vor-HUYGENSSchen Periode.

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radfortschritt sehr gleichmäßig wird und die Bewegung des Sekundenzeigers fast so stetig wie bei Synchronuhren erscheint.

In Bild 15 b ist das antreibende Moment doppelt so groß wie in Bild 15 a, dem­entsprechend ist auch die Steilheit des Steigradfortschrittes P verdoppelt. Dieser starke und momentenproportionale Einfluß das Treibmomentes auf die Gang- geschwindigkeit ergibt nun eine bequeme Art, die Regulierung der Ganggenauig­keit durch Veränderung des Niveaus der Ausgleichs- (Remontoir-) Federspannung

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(b)

Bild 15. Zeitliches Arbeitsdiagramm des Kreuzschlages: Treibmoment M, Winkel­bewegung cp, Geschwindigkeit der Spindel und des Steigradfortschrittes P ; es ist an­genommen, daß das Treibmoment in b doppelt so groß ist wie in a . 1. Augenblick der Freigabe, 2. Augenblick des Anschlages r Rückstoß.

vorzunehmen; natürlich hat auch Burgi dies sowohl bei der vertikalen Kasseler Tischuhr (Nr. 7 von Tabelle 1) als auch bei der Wiener Bergkristalluhr vorgesehen.

Nach dieser Analyse erscheint der Kreuzschlag als das logische Ergebnis der Bestrebungen eines außerordentlich feinfühligen Beobachters, den mechanischen Schwierigkeiten der aperiodischen Gangsysteme zu begegnen; Burgis Kreuz­schlag stellt wohl unzweifelhaft die endgültig in dieser Richtung erzielbare Verbesserungsstufe dar. Nichtsdestoweniger hat das Kreuzschlagsystem schwer-