Johannes Mathesius und der Bergbau.
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Sarepta ist ein legendärer Bergwerksort im Orient am Fuße des Libanons 7 . Es wurde versucht, seine Lage auf einem Kärtchen, ebenso wie die des alten Bergwerksortes Philippi, festzuhalten (Bild 8). In dieser „Bergpostill“, die
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1705 »
Photo: Nationalbibliothek, Wien.
Bild 7. Lebensbeschreibung und Nachruf (1705).
16 Predigten bergmännischen Inhaltes umfaßt, streut Johannes Mathesius nun mit vollen Händen Schätze seines Geistes über die Hörer und Leser aus.
7 In dem Namen „Sarepta“ steckt die Anspielung auf jene biblische Bergstadt Sarepta oder Zarpath am Fuße des Libanongebirges, wo nach dem Zeugnis des Buches Hiob schon in der Frühzeit des Menschengeschlechtes Bergbau umging und später jene Witwe wohnte, der nach der biblischen Erzählung das Mehl im Kasten nicht ausging und das Öl im Gefäß nicht weniger wurde. Beim Bergprediger Mathesius übernimmt sein geliebtes Joachimsthal die Rolle der alten Bergstadt Sarepta. Ebenso gern spielt er auch auf die Bergstadt Philippi in Mazedonien (nordöstlich der Strumamündung, unweit Drama) an, die seinen Zuhörern aus der Apostelgeschichte geläufig sein mußte. Der Heiland hat „mit bergkleufftigen (d. i. im Bergbau geläufigen) Worten