Alte Eisenindustrie im Lavanttal.
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Am 20. Dezember 1851 erwarb Graf Hugo von Henckel-Donnersmarck auch das Eisenwerk Waldenstein (Bild 11) und vereinigte auf diese Weise wieder alle eisenerzeugenden Betriebe des oberen Lavanttales in seiner Hand. Hier hatten Andreas Graf Kenard und Ludwig Friedrich Westenholz, welche Schloß,
Bild 10. Alter Hochofen zu St. Gertraud von 1848.
GSSP
Werk und Herrschaft am 30. Juni 1842 von Johann Michael Offner d. J. erworben hatten, den Hochofen von 6 auf 12,64 in erhöht und dadurch die Jahresproduktion von 9000. auf 20.000 Zentner gesteigert. 1846 wurde hier auch ein Gußwerk eingerichtet; doch litt der Betrieb unter der Enge des Tales, der ungünstigen Zufuhrmöglichkeit und vor allem unter der wenig guten Brauchbarkeit der hier mit 30 Klafter (56,84 m) Mächtigkeit anstehenden Eisenglimmer für die Herstellung von Eisenwaren. Man machte viele Hoffnungsbaue zur Aufschließung von besser verwendbaren Braun- und Spateisensteinen. Graf Henckel stellte aber 1858 schließlich das Guß werk ein und verringerte 1859 auch die Höhe des Hoch-
Technikgeschichte, 16. Heft.