Aufsatz 
Die Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken-Actiengesellschaft / von Jakob Baxa
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen

Die Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken-Actiengesellschaft

5

Als inländisches Absatzgebiet kamen in erster Reihe Niederösterreich mit Wien . und Ungarn in Betracht, wohin der meiste Zucker geliefert wurde, sodann Krain, Galizien, Mähren, Schlesien und Steiermark. Verhältnismäßig geringfügige Mengen wurden damals in den Alpenländern Oberösterreich, Kärnten, Tirol und Salzburg, ferner in Triest und Fiume und schließlich in Böhmen abgesetzt, wo ja die böhmischen Fabriken den Markt beherrschten.

Schon im Herbst 1872, nach dem ersten Betriebsjahr der Lundenburger Raffinerie, wurde auch der Export aufgenommen, indem damals das erste Faß

Bild 1. Dr. Richard von Skene. 1867 -1947.

Pile (Stückzucker) nach dem Orient abrollte. Der am 24. April 1877 ausgebrochene Russisch-Türkische Krieg behinderte zeitweise den Export, da der Donauverkehr gesperrt wurde, anderseits förderte er den Absatz von Würfelzucker, da diese leicht handliche Sorte den Militärverwaltungen sehr willkommen war. Die exportierte Menge bewegte sich in den Jahren 1878/79 bis 1890/91 durchschnittlich zwischen 90000 und 100000 dz und betrug 33 bis 42% des Gesamt verkauf es. Als hauptsäch­liche Exportländer, wohin der Leipnik-Lundenburger Zucker ausgeführt wurde, sind zu nennen: die Schweiz, ferner die damals sogenannten ,,Donaufürstentümer: Rumänien, Bulgarien, Serbien und Griechenland, die Levante, Nordafrika, Persien, Indien, Japan und selbst Südamerika (Argentinien und Chile).

Nach dem Tode August von Skenes übernahm sein Sohn Dr. Richard Ritter von Skene die Führung der laufenden Geschäfte der Leipnik-Lundenburger Zucker­fabriken A. G. Er war am 11. September 1867, im Gründungsjahr der Gesellschaft,