Aufsatz 
Die Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken-Actiengesellschaft / von Jakob Baxa
Entstehung
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Jakob Baxa

tschechoslowakischen Zuckers verhindert. Die Verkaufs Vereinigung hat alle Aus­wüchse und Schäden der sonst auf dem Zuckermarkt oft so übertriebenen Preis­spekulation eingedämmt und blieb bis Frühjahr 1938 bestehen.

In der Generalversammlung vom 15. Mai 1926 wurde die nach dem Goldbilanzen­gesetz neu aufzustellende Golderöffnungsbilanz genehmigt und das bisherige Aktien­kapital von K 12000000, auf S 4500000, umgestellt.

Schon seit Gründung der Leopoldsdorf er Fabrik im Jahre 1901 bestand bei der Gesellschaft die Neigung, die benachbarte Zuckerfabrik in Dürnkrut zu erwerben,

Bild 2. Dürnkruter Zuckerfabrik, errichtet 1844, seit 1926 im Besitz der Leipnik- Lundenburger Zuckerfabriken A.-G.

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doch scheiterten damals die mit der Firma Kürschner & Bachler geführten Ver­handlungen an der Höhe des geforderten Kaufpreises. Aber im Jahre 1902 bekam diese Firma den hohen Preis von anderer Seite bezahlt. Die Firma Kürschner & Bach­ler w r ar nämlich ein sogenannterAußenseiter (outsider), der dem großen Zucker­kartell vom Jahre 1897 nicht beigetreten war und daher durch seine Beschlüsse nicht gebunden wurde. Solche Leute sind beim Kartell natürlich nicht beliebt, aber die Firma machte jetzt einen sehr schlauen Schachzug und bot dem Kartell selbst diese noch freie Fabrik zum Verkaufe an. Das Kartell ging sofort darauf ein, es wurde die Gründung einer Dürnkruter Zuckerfabriks A. G. zum Ankauf des Unternehmens beschlossen und sämtliche kartellierte Fabriken wurden einge­laden, sich nach Maßgabe ihrer Rüben- bzw. Rohzuckerverarbeitung an der Aktien­zeichnung zu beteiligen. Zufolge eines Beschlusses vom 23. Oktober 1902 beteiligte sich auch die Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken A. G. in weitschauender Voraus­sicht kommender Möglichkeiten an dieser neuen Aktiengesellschaft, doch war ihr anfänglicher Aktienbesitz ganz gering. Die Dürnkruter Aktien kotierten nicht an