Aufsatz 
Die Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken-Actiengesellschaft / von Jakob Baxa
Entstehung
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Die Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken-Actiengesellschaft

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Sein großes Lebenswerk war die Leitung der Zuckerfabrik Dürnkrut, die ihm 1902 bei Gründung der Dürnkruter Zuckerfabriks A. G. übertragen wurde und die er auch nach der Fusion mit der Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken A. G. bei­behielt.

Die Zuckerfabrik Dürnkrut ist die älteste von allen Zuckerfabriken in der Republik Österreich. Sie wurde 1844 von Johann Baptist Ghirardello, einem

Photo: DOra Benda, Wien.

Bild 7. Dipl.-Ing. Paul Ferstel. Geb. 1896.

ehemaligen Kolonialzuckerraffineur aus Triest, und dem Kupferschmied Ferdinand Dolaynski aus Wien gegründet, der die Inneneinrichtung lieferte. Ihr erster Direktor war Robert Schorisch. Schon im Jahre 1845 ging sie in das Eigentum eines Wiener Großhändlers Karl Klein über. Im Jahre 1867 wurde sie von der FirmaJosef Boschans Söhne erworben und 1901 an die Firma Kürschner & Bachler verkauft. Robert von Schoeller übernahm die Dürnkruter Fabrik im Jahre 1902 in einem völlig verlotterten Zustand mit einem ganz veralteten Maschinenpark. Da die Dürnkruter Zuckerfabriks A. G. kein bedeutendes Eigenvermögen hatte, konnte der Neuaufbau nur sehr sparsam und mit beschränkten Mitteln durchgeführt werden, erst nach der Fusion mit der Leipnik-Lundenburger Zuckerfabriken A. G. war die Möglichkeit gegeben, die modernsten Investitionen durchzuführen. Was Robert von Schoeller in einer mehr als 40jährigen Tätigkeit aus dieser Fabrik gemacht hat, lehren die folgenden Produktionsziffern: