Josef Maria Eder
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und Versuchsanstalt in Wien. Sie wurde nach dem von ihm ausgearbeiteten Organisationsplan am 1. März 1888 eröffnet und Eder mit deren Leitung betraut, die er bis zur Erreichung der Altersgrenze im Jahre 1923 innehatte. Er sorgte für eine gute Einrichtung mit zweckmäßigen Laboratorien und Arbeitsstätten und für ein sorgfältig ausgewähltes Personal. Er selbst stellte sich an die Spitze der Vortragenden. Unter seiner Leitung führte er die Anstalt zu großen Erfolgen. Aus allen Teilen der Erde kamen Studierende, um an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt zu lernen; sie verbreiteten das Wissen und Können auf der ganzen Welt.
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Eder wirkte gleichzeitig (von 1892—1924) als Professor für Photochemie an der Technischen Hochschule in Wien. Von 1917—1939 war er Mitglied der Kommission für die Abhaltung der II. Staatsprüfung für das chemisch-technische Fach. 1930 ehrte ihn die Technische Hochschule in Wien durch die Verleihung der Würde eines Ehrendoktors.
Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Forschungen veröffentlichte Eder in zahlreichen Publikationen. An dieser Stelle sei nur sein „Ausführliches Handbuch der Photographie“ (l.Aufl. 1884), dem in der zweiten Auflage (1891) bereits die „Geschichte der Photochemie und Photographie“ angeschlossen wurde, erwähnt. Bezüglich dieser Druckwerke wie aller sonstigen Veröffentlichungen aus Eders Feder verweisen wir auf die von Robert Zahlbrecht zusammengestellte „Josef Maria Eder-Bibliographie“ 2 . Darin befinden sich auch jene Schriften, die über Eder selbst handeln.
2 R. Zahlbrecht: Josef Maria Eder-Bibliographie. Mit einem Vorwort von Hofrat Prof. Luis Kuhn. Herausg. mit Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht,
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