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1955: Siebzehntes Heft
Entstehung
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Fritz Sykora

burger eine Konkurrenzfirma eine neue Zuckerfabrik im Marchfeld bauen würde. Wir erleben das Auf und Ab der Geschichte dieser Fabrik, die tragische Sprengung im Jahre 1945, nachdem man knapp vorher die im Werk verbliebenen Angestellten buchstäblich an den Fingern einer Hand abzählen konnte, da sich alles auf der Flucht befand und schließlich den großzügigen Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg. Den Abschluß der Schrift bilden Nachrufe von leitenden Persönlich­keiten, eine Übersicht über die derzeitige Leitung sowie eine Statistik.

Auf allen Gebieten ist die Forschung eine der wichtigsten Grundlagen für eine gesunde Weiterentwicklung. Und hier wieder von besonderer Dringlichkeit sind wohl die Forschungen, die u. a. die Voraussetzungen schaffen sollen für die Sicherheit des Menschen in einem der gefahrvollsten Berufe, dem Bergmannsberuf. Auf diesem Gebiet ist die Versuchsgrube Tremonia in Dortmund eine wohl einzig dastehende Einrichtung auf der ganzen Welt. Während anderswo wohl Versuchsstrecken über Tag bestehen, ist hier die Möglichkeit geboten, die Versuche in einer aufgelassenen Grube unter naturgetreuesten Bedingungen vorzunehmen. Im Jahre 1927 wurde zum Zwecke der oben erwähnten Forschung die Versuchsgrubengesellschaft 38 ins Leben gerufen und hat nun aus Anlaß ihres 25jährigen Bestehens einen Rechen­schaftsbericht über ihre wichtige und aufschlußreiche Tätigkeit gegeben. Nach einem einleitenden Artikel über Geschichte (vor der Grube Tremonia diente die Zeche Hibernia der Gesellschaft), Zweck, Anlagen und Personal der Versuchsgrube folgen die einzelnen Fachreferate über die durchgeführten Versuche. Es sind dies hauptsächlich Explosionsversuche, Grubenbrandversuche und Seilfahrt versuche. Sämtliche Beiträge sind hochinteressant und überzeugen von der Notwendigkeit und Dringlichkeit der durchgeführten Forschungen.

Ein entzückendes Bändchen haben die Verbandstoff-Fabriken Paul Ha rtmann AG. 39 denFreunden ihres Hauses gewidmet. In 17 Bildern haben sie eine Samm­lung von alten Mörsern, Kannen, Büchsen, Prunkgefäße, Statuen und andere künstlerisch wertvollen Gegenständen aus Apotheken, jeweils versehen mit einer kurzen Beschreibung, herausgegeben, nicht nur um den Beschauer zu erfreuen, sondern auch um vielen neuen Sammlern Anregungen zu geben, damit sich der Kreis derer weiter vergrößere, die sich der Erhaltung und Pflege von Kunstschätzen widmen, die ein sichtbarer Ausdruck des an Tradition und Kunstsinn so reichen Apothekerstandes sind.

Erwähnenswert im Rahmen dieser Bücherschau ist auch das Jahrbuch der Stadt Linz 1952 40 . Neben den technischen Daten der Stadtchronik sind vor allem folgende Beiträge zu nennen:Die Schiffe mit dem Namen Linz von Ernst Neweklowsky, ferner, zwar nicht so sehr technisch aber doch die Randgebiete der

38 25 Jahre Versuchsgrube. Herausg.: Versuchsgrubengesellschaft m. b. H., Dort­mund, Selbstverlag, Dortmund 1952.

39 Kostbarkeiten aus der Apotheke. Herausg. von den Verbandstoff-Fabriken Paul Hartmann AG., Heidenheim/Brenz. Druck: Hans Winter, Berlin SW 29, 1952.

40 Jahrbuch der Stadt Linz 1952. Herausg. von der Stadt Linz (Städtische Samm­lungen), Schriftleiter Hans Kreczi. Druck: Demokratische Druck- und Verlagsanstalt,

Linz 1953.

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