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Julius Leisching
jeweiligen Gipfelleistungen der zeitgenössischen Technik zu vermerken, um durch derartige und andere einschlägige Forschungsarbeiten eine fortlaufende Geschichte der Technik vorzubereiten, welche namentlich über den Entwicklungsgang in Österreich von ihren Anfängen an urkundlichen Aufschluß zu geben hat.
Folgende Einrichtungen dienen insbesondere der Erfüllung dieser Aufgaben:
1. Eine als Zentralnachweis dienende Kartothek über technisch-geschichtliche Urkunden, über biographische Angaben aus Österreich, über technische Objekte in öffentlichen Museen oder privaten Sammlungen und über die technischen Kulturdenkmale Österreichs.
2. Eine technisch-geschichtliche Bücherei mit einer Urkunden-, Bilder- und Plansammlung im Anschluß an die Bücherei des Technischen Museums für Industrie und Gewerbe in Wien.
3. Vorträge und Veröffentlichungen auf technisch-historischem Gebiete, im besonderen die Herausgabe eines Jahrbuches des Institutes.
Die Erhaltungskosten des Institutes werden durch Bestandsbeiträge öffentlicher und privater Stellen, durch Zuschüsse des „Vereins zur Förderung des Technischen Museums für Industrie und Gewerbe in Wien und der angegliederten Institute“ und durch sonstige Einnahmen, wie Erlöse für Arbeiten, Veröffentlichungen des Institutes u. dergl., aufgebracht.
Ein altes Wendeltreppen-Modell im Salzburger Museum.
Von
Direktor Julius Leisching.
Das Salzburger Stadtmuseum Carolino Augusteum verwahrt in seiner „Kunstgewerbehalle“ das reizvolle Modell einer dreiteiligen Wendeltreppe aus Holz.
Auf viereckigem niedrigem Sockel ruht ein kreisförmiger Unterbau, der in drei Stufen ansteigt und eine hohle, durchbrochene Spindel trägt. Um sie legen sich seltenerweise drei im Kreise ansteigende Wendeltreppen. Ihre Aufgänge sind von der untersten Stufe an getrennt und durch drei ganz gleichartige Geländer flankiert.
Die eigentliche Wendeltreppe zählt auf jeder der drei Läufe je 15 Stufen; die drei obersten enden in gleicher Höhe und laufen sich hier naturgemäß tot, obwohl nach jeder der drei Seiten ein Ausgang vorgesehen ist. Über eine durchbrochene Abschlußwand blickt man auf die nächste Teiltreppe hinüber.
Es handelt sich ja offenbar nicht um das Modell einer irgendwo wirklich ausgeführten Treppe, sondern um eine Art Meisterstück, das phantasievolle Spiel eines erfinderischen Kopfes. Darauf deutet auch die liebevoll in jeder Einzelheit durchgebildete Ausarbeitung. Jede der drei Treppenwangen ist in einer anderen Musterung gehalten: die eine als durchbrochenes Stabwerk, die zweite durch Baluster, die dritte durch eine merkwürdigerweise gotisierende Bandverschlingung.
Die durchbrochen gearbeitete, hohle Spindel ist in ihrem oberen Schaft kanelliert und von einem geschnitzten Palmbaum bekrönt, dessen Blätter kaskaden-