Aufsatz 
"Die Technische Stadt" : Wie eine Großausstellung in Dresden urbane Zukunftsvisionen prägte / Peter Payer
Entstehung
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Peter Payer

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Abb. 10 „Republik Kugelmugel“ im Wiener Prater,

Fotograf: Peter Gugerell, 2010

Quelle: https://de.wikipedia.Org/wiki/Kugelmugel#/media/File:Kugelmugel_03.jpg (6.6.2018)

mugel“ aus und stellte gleichnamige Ortstafeln auf, eine Vorgangsweise, für die man ihn 1979 wegen Amtsanmaßung zu einer zehnwöchigen Gefängnisstrafe verurteilte. Im Juni 1982 verlegte Lipburger sein Kugelhaus in den Wiener Pra­ter, wo er unweit des Riesenrades vom damaligen Bürgermeister Helmut Zilk die Genehmigung zur Aufstellung erhalten hatte. Auf einer eingezäunten Grund­fläche von 100 Quadratmeter besteht hier seither die „Republik Kugelmugel“, als Kunstwerk und kulturpolitisches Statement, mit eigenem „Grenzübergang“ und der offiziellen Adresse „Antifaschismusplatz“. 63

Nach dem Tod des selbsternannten „Präsidenten von Kugelmugel“ erinner­te sein Sohn Nikolaus Lipburger nochmals an die Ursprungsintention des als „Dauerkuriosum“ bekannt gewordenen Baus: „Es war eine Utopie, die mein Va­ter hier verwirklichen wollte: eine bewohnbare Holzkugel als Zeichen von Auto­nomie, Antibürokratie, Freiheit.“ 64

Die Idee des Kugelhauses sollte letztlich in städtebaulicher Hinsicht Utopie blei­ben und im Wesentlichen als architektonisch-künstlerisches Einzelprojekt wei­terleben. Die technische Stadt indessen etablierte sich - mit angestoßen durch

63 https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelmugel (6.6.2018). Vgl. dazu auch http://www.kugelmugel.at/ (6.6.2018)

64 Falter. Stadtzeitung Wien, Wochenzeitschrift Nr. 9 (2016), S. 45.

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