Zukunftsorientiertes und innovatives Bauen
HW 2: Night, 22h-6h averaged
HW 2: Night, 22h*6h averaged
Abb. 5 Durchschnittlicher Temperaturunterschied (links) und relative Luftfeuchte (rechts) zwischen Karlsgarten (Grünfläche - blaue Linie) und Karlsplatz (Betoniert - rote Linie) in einer Nacht während einer Hitzeperiode, © TU Wien
Hochbau und Technologie der TU Wien wurden verschiedene Untersuchungen und Analysen zur Verbesserung des Mikroklimas durch das Anlegen von Grünflächen im urbanen, bebauten Gebiet durchgeführt. Ein Beispiel dafür stellt das Forschungsprojekt des Karlsgartens dar. Ziel des Projektes war eine mikroklimatische Analyse der Ist-Situation im begrünten Karlsgarten, wofür eine Erhebung verschiedener Daten der Umgebung notwendig war. Neben den Messungen im Karlsgarten (Abb. 4 / oben) erfolgten zur selben Zeit auch Datenerhebungen am unweit entfernten Karlsplatz (Abb. 4 / unten), um Vergleichswerte zwischen „Grünfläche“ (Karlsgarten) und „bebautem Gebiet“ (Karlsplatz) zu erhalten und die Auswirkungen der Grünfläche quantitativ bewerten zu können.
Die Messungen wurden im Sommer 2015 durchgeführt. Abbildung 5 stellt den durchschnittlichen Temperaturunterschied (links) und die relative Luftfeuchte (rechts) zwischen Karlsgarten (grün) und Karlsplatz (betoniert) in einer Nacht während einer Hitzeperiode dar. Vor allem die Bereiche „Früh“, „Abend“ und „Nacht“ weisen größere Temperaturunterschiede zwischen den Messstellen auf. Die Analyse der Daten zeigte einen positiven Effekt des Karlsgartens. Anzumerken wäre noch, dass es sich hierbei um tatsächlich gemessene Temperaturangaben handelt, die vom Menschen empfundene Temperatur ist bei einer grünen Umgebung noch deutlich niedriger.
In dicht bebauten Stadtgebieten ist die nächtliche Abkühlung aufgrund der Speicherkapazität der Baukörper und des hohen Versiegelungsgrades deutlich geringer. Auch die thermischen Komfortbedingungen innerhalb der Gebäude werden dadurch beeinflusst. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Greening Aspang“ hat die Forschungsgruppe um Azra Korjenic an der TU Wien im Sommer 2016 und 2017 diverse mikroklimatische Daten in und um die Gebäude der
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