Azra Korjenic, Anna Vaskova
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Abb. 9 Verfahrensmodell zur Optimierung der mikroklima-wirksamen Umgestaltung und Begrünung des Straßenraumes (Aspangstraße) samt angrenzender Bebauung (links) und vor-Ort Projektvorstellung mit den lokalen Nutzerinnenorganisationen, Bezirksverwaltung und mit Bewohnerinnen (rechts), © TU Wien
Maßnahmen zur Sicherstellung des sommerlichen Wärmeschutzes zu setzen, vor allem bei der Verschattung von Glasflächen. Wesentlich ist auch, eine Begrünung der Umgebung vorzusehen, um den versiegelten Freiraum mikroklimatisch und ästhetisch zu verbessern und aufzuwerten. Die Temperatursenkung durch Grünflächen (wie Parkanlagen, Grüninseln etc.) direkt vor den Fassaden wurde im Projekt „Greening Aspang“ nachgewiesen. Die Verdunstung von Regenwasser senkt ebenfalls die Temperatur, da Wasser sehr viel Energie speichern kann, die beim Übergang in den gasförmigen Zustand in Form von Verdunstungskälte frei wird. Die Südwest-Seite eines Gebäudes ist am stärksten der Sonnenwärme exponiert. Hier bedeuten Baumpflanzungen besonders effiziente Schattenspender, und auch die Straße und der Freiraum profitieren von der Beschattung und Transpiration der Pflanzen.
Erhöhung des Grünanteils durch begrünte Baukonstruktionen
Die vielen positiven Eigenschaften von Begrünungen sind bekannt: Pflanzen produzieren Sauerstoff, binden Feinstaub bis hin zu Schadstoffen, kühlen das Mikroklima ihrer Umgebung an heißen Tagen durch Beschattung und regulie-
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