11 sprechen. Zur Bedienung sind zwei Mann nötig: einer sitzt an den Kurbeln, mit denen die Balken eingestellt werden, und der andere beobachtet mit einem Fernrohr die Nachbarstationen. Werden dort Zeichen gegeben, liest er diese ab und gibt sie dem Mann an den Kurbeln weiter, der sie seinerseits an den Balken einstellt, damit sie von der nächsten Station abgelesen werden können. Das Prozedere wiederholt sich an jeder Station, bis das Ziel erreicht ist. Laut Ressel brauche eine Nachricht auf einer Linie von 200 Stationen(die leicht für eine Verbindung der Hafenstadt Triest mit der Metropole Wien reichen würde) nicht mehr als zehn Minuten. Boten bräuchten im Stafettenlauf für eine solche Strecke 100 Stunden. Aufzustellen seien solche Stationen der guten Erkennbarkeit wegen möglichst auf Anhöhen, vor freiem Himmel; bei hellem Hintergrund sollen die Flügel geschwärzt, bei dunklem weiß gekalkt werden. Nachts sollen an den Flügelenden Laternen angebracht werden. 3 Zum Einsatz kommt diese Konstruktion allerdings nicht, wie der optische Telegraf an sich hierzulande eine Randerscheinung bleibt. Die Zukunft gehört der elektrischen Telegrafie.
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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in
Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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