99 39 Bordfunker auf dem österreichisch-ungarischen Schlachtschiff Radetzky. Kronen pro Station. Dafür wickeln die Telegrafisten an Bord den schiffseigenen Telegrammverkehr betreffend Besatzung, Passagiere, Ladung oder das Schiff selbst kostenlos ab, während für die Privattelegramme der Passagiere ein aus einer Bord-, einer Küsten- und einer Landgebühr zusammengesetztes Entgelt eingehoben wird. Die Telegrafisten unterstehen an Bord der Befehlsgewalt des Kapitäns, doch behält sich der Staat vor, den Betrieb in den Bordtelegrafenämtern zu kontrollieren und gegebenenfalls einzustellen. Ganz in diesem Sinn übt das Funkentelegrapheninspektorat auch die Aufsicht über den Funkverkehr von Schiffen anderer Nationalität aus, solange sie sich in österreichischen Hoheitsgewässern befinden. 26 Demgegenüber steht das kommerzielle Seefunksystem, bei dem Bordtelegrafisten nicht der Befehlsgewalt des Kapitäns unterstehen, sondern privaten Betriebsgesellschaften angehören und vorrangig den ökonomischen Interessen ihres Unternehmens verpflichtet sind. Dies birgt das Risiko,
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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in
Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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