Dokument 
Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen

98 38 Bordfunkstationen wie diese gehören nach und nach zur Grundaus­stattung großer Schiffe. stehende Marconistationen durch solche von Telefunken ersetzt, weitere Schiffe der Reedereien Österreichischer Lloyd und Austro-Americana von vornherein mit den deutschen Stationen bestückt. 24 Allerdings sieht man davon ab, das deutsche DEBEG-System für den Seefunkbetrieb einzu­führen. Vielmehr übernimmt der Staat selbst im Zeichen seiner Telegra­fenhoheit die Abwicklung. In Triest nimmt ein dem Handelsministerium unterstehendes und von dem ehemaligen Offizier Eugen Winkler gelei­tetes Funkentelegrapheninspektorat seinen Betrieb auf. Es installiert auf österreichischen Schiffen staatlich betriebene Funkstationen, Bordtelegra­phenämter genannt. Die Staatsverwaltung stellt dafür die Gerätschaften samt den nötigen Amtsbehelfen sowie die Telegrafenbeamten bei, die in ihrem Diensteid unverbrüchliche Treue auf den Kaiser schwören müs­sen sowie keiner ausländischen Gesellschaft anzugehören, die politische Zwecke verfolge, so wahr ihnen Gott helfe. 25 Die Reeder zahlen je nach verwendeter Apparatur einen jährlichen Beitrag zwischen 2.200 und 2.500