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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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156 66 Legung eines Koaxialkabels in Tirol. sitzt. Österreich baut den Abschnitt auf seinem Bundesgebiet von der Schweizer bis zur ungarischen Grenze, finanziert aus Mitteln desMar­shall-Plans. 10 Für den Wiederaufbau des Fernmeldesektors braucht es neuerlich ein großes Einsparungsprogramm. Tausende Bedienstete der Post- und Telegrafenverwaltung werden abgebaut. Neben Ausgedienten, minder Qualifizierten und Vorbestraften trifft es einmal mehr Frauen, die mit knapp 8.000 Beschäftigten etwa ein Fünftel der Belegschaft stellen. Wenn sie mit Männern verheiratet sind, die über ein gutes Einkommen verfügen, müssen sie gehen. Dem herrschenden konservativen Zeitgeist folgend, werden sie zurück an den Herd geschickt, auf die Rolle als Hausfrau, Ehe­frau und Mutter reduziert. Sie müssen ihre Arbeitsplätze für die aus dem Krieg heimkehrenden Männer räumen; Arbeitsplätze, die überwiegend in den unteren Ebenen der Unternehmenshierarchie angesiedelt sind. In Führungspositionen sind sie seit jeher kaum anzutreffen. Nur drei Frauen arbeiten imhöheren Dienst. 11 Man fragt sich da und dort ernsthaft, ob sich Frauen alsVorgesetzte von Männern eignen. In der Praxis würden