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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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178 76 Btx per Fernbedienung am Fernsehgerät. zu 24 Zeilen mit jeweils 40 Zeichen 3 und befindet sich im fernmeldetechni­schen Zentralgebäude der Post im Wiener Arsenal. Gegen eine zusätzliche Gebühr können Informationsanbieter Seiten dieses Zentralrechners mit ihren Inhalten füllen und für die Nutzung durch andere ihrerseits Gebühren verlangen. Dem neuen Medium werden gute Marktchancen eingeräumt. Angesichts von 2,3 Millionen Fernsehbewilligungen in Österreich rechnet man mit bis zu 350.000 Interessenten für den Bildschirmtext. Anders als diverse Vorläu­fer zielt das System eindeutig auf Breitennutzung. Von wissenschaftlicher Seite kommen allerdings kritische Einwände. Es heißt, der Bildschirmtext werde sich nicht so rasch verbreiten wie das Fernsehen, da er auf eine bereits mit Information überflutete Gesellschaft treffe. 4 Tatsächlich verläuft die Verbreitung nicht allzu stürmisch. Ende des Jahres 1981 sind 196 Teilnehmer zu verzeichnen, ein Jahr später 321, ein weite­res Jahr danach knapp 500. Das ist ausgesprochen wenig, gemessen an der magischen Marke von 100.000, die man sich für das Jahr 1987 vorge­nommen hat. 5 Da der Zuwachs weit hinter den Erwartungen zurückbleibt,