Vom Lebenssinn der Technik.
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Aufzeichnungen der biotechnischen Kurven:
1. Vermehrungskurve I. — Auf einer waagrechten Grundlinie x werden für gleiche Zeitabstände die entsprechenden Zellenmengen m in Kubikzentimeter senkrecht aufgetragen. Die Kurve I ergibt dann den stetigen Verlauf der Vermehrung im offenen Raum, wobei m n = 2ra( w _ 1( .
2. Sättigungskurve II. — Auf der senkrechten Linie y trägt man sodann die im geschlossenen Raum V entstehenden, den jeweiligen Mengen m entsprechenden Sättigungsdrucke p waagrecht auf. Im vorliegenden Fall beträgt das Gesamtvolumen des geschlossenen Raumes F = 16 cm 3 . Die jeweils noch freibleibenden restlichen Teilvolumen v ergeben sich durch Subtraktion der zugehörenden Zellenmengen m vom Gesamtvolumen F; also v n = F — m n und demnach p n = F : v n . Die Sättigungskurve II entspricht einer stetigen, die Zellen Vermehrung hemmenden Sättigungszunahme p im geschlossenen Raum.
3. Wachstumskurve III. — Das waagrechte Hinzufügen der jeweiligen Drucke p der Sättigungskurve II zu den entsprechenden Punkten m der Vermehrungskurve I ergibt schließlich den Verlauf einer resultierenden Wachstumskurve III mit den Punkten w, wobei die Strecken p n = m n bis w n .
Während demnach die Vermehrungskurve I und die Sättigungskurve II einseitige, einander entgegengesetzte Krümmungen aufweisen, verläuft die resultierende biotechnische Wachstumskurve III in zweiseitiger Krümmung mit einem Wendepunkt WP.
I.VERMEHRUNG. II.SÄTTIGUNG. HL WACHSTUM.
SÄTTIGUNGSKURVE
I.VERMEHRUNGSKURVE f = 2 m /„.A
’III. WACHSTUMSKURVE
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Abb. 7. Schaulinien elementaren Wachstums.