Aufsatz 
Viktor Kaplan / von Alfred Lechner
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen

46

Alfred Lechnee

seine Frau, seine Schwäger Franz und Anton Strasser, sein Assistent Ingenieur J. Slavik, sowie sein Rechtsanwalt Dr. Ludwig Gallia, ferner Ingenieur Reindl in München und eingrauer Theoretiker in Wien, die ihm in Wort und Tat zur Seite gestanden sind; Kaplan hat dies auch immer dankbarst anerkannt. 1

Seine Frau war ihm immer eine treue Gefährtin und ist auch in der Zeit der Depression nicht von seiner Seite gewichen; ihr ist es vor allem zu danken, wenn Kaplan allmählich körperlich und seelisch wiederhergestellt worden ist; die beiden Schwäger verfochten sehr eifrig die Angelegenheit Kaplans. Namentlich Franz

Abb. 17. Krafthaus in Siebenbrunn, O.-ö,

y.y-"*-'

äjjgajjf llig?

SÄSEi;

>r*,-

Strasser rührte ganz tüchtig die Feder, als es galt, die Ehre Kaplans zu verteidigen. 2 Ing. Slavik focht manchen Patentprozeß siegreich aus, Dr. Gallia verstand es meisterlich, die rechtlichen Interessen Kaplans zu wahren, Ing. Walther 3 ver­waltete mit Ing. Slavik getreulich das Laboratorium und Ing. C. Reindl 4 trat als unparteiischer Ingenieur sehr zum Mißvergnügen mancher Gegner Kaplans ganz entschieden für die Kaplanturbine ein, hatte doch Reindl schon als Assistent von Professor Camerer im Jahre 1917 mit diesem die Bedeutung der Kaplan­turbine richtig erkannt.

1 Vgl. Wasserkraft]ahrbucli 1925/26, S. 305, und sein BuchTheorie und Bau von Turbinenschnelläufern, S. 186.

2 Vgl. Linzer Tages-Post, 11. Mai 1922.

3 Vgl. Wasserkraftjahrbucli 1924, S. 428.

4 Vgl. C. Reindl: Die Kaplanturbine in Ausführung und Verwendung. Zeitschr. <1. Vereins Deutscher Ingenieure, 1921, 8. 1035ff. Die neuesten Fortschritte im Turbinenbau, inDie Wasserkraft 1924, Heft 14.