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Alfred Lechnee
seine Frau, seine Schwäger Franz und Anton Strasser, sein Assistent Ingenieur J. Slavik, sowie sein Rechtsanwalt Dr. Ludwig Gallia, ferner Ingenieur Reindl in München und ein „grauer Theoretiker“ in Wien, die ihm in Wort und Tat zur Seite gestanden sind; Kaplan hat dies auch immer dankbarst anerkannt. 1
Seine Frau war ihm immer eine treue Gefährtin und ist auch in der Zeit der Depression nicht von seiner Seite gewichen; ihr ist es vor allem zu danken, wenn Kaplan allmählich körperlich und seelisch wiederhergestellt worden ist; die beiden Schwäger verfochten sehr eifrig die Angelegenheit Kaplans. Namentlich Franz
Abb. 17. Krafthaus in Siebenbrunn, O.-ö,
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Strasser rührte ganz tüchtig die Feder, als es galt, die Ehre Kaplans zu verteidigen. 2 Ing. Slavik focht manchen Patentprozeß siegreich aus, Dr. Gallia verstand es meisterlich, die rechtlichen Interessen Kaplans zu wahren, Ing. Walther 3 verwaltete mit Ing. Slavik getreulich das Laboratorium und Ing. C. Reindl 4 trat als unparteiischer Ingenieur — sehr zum Mißvergnügen mancher Gegner Kaplans — ganz entschieden für die Kaplanturbine ein, hatte doch Reindl schon als Assistent von Professor Camerer im Jahre 1917 mit diesem die Bedeutung der Kaplanturbine richtig erkannt.
1 Vgl. Wasserkraft]ahrbucli 1925/26, S. 305, und sein Buch „Theorie und Bau von Turbinenschnelläufern“, S. 186.
2 Vgl. Linzer Tages-Post, 11. Mai 1922.
3 Vgl. Wasserkraftjahrbucli 1924, S. 428.
4 Vgl. C. Reindl: Die Kaplanturbine in Ausführung und Verwendung. Zeitschr. <1. Vereins Deutscher Ingenieure, 1921, 8. 1035ff. — Die neuesten Fortschritte im Turbinenbau, in „Die Wasserkraft“ 1924, Heft 14.