Franz Sedlacek: Die Dr. Carl Auer-Welsbacii Gedäclitnisaussteslung 75
rote Neodym- und das lauchgrüne Praseodymsalz. Bot diese Darstellung auch ein recht sinnfälliges Bild von der Didymspaltung, so konnte die bescheidene Gläserreihe freilich keinen Begriff von den endlosen Trennungsarbeiten geben, die Auer mit unendlicher Geduld durchgeführt hatte. Doch wurden die in kleine Glasröhrchen eingeschlossenen, geringen Mengen der beiden Endfraktionen im Original gezeigt, mit denen Auer die Atomgewichtsbestimmungen seiner Elemente vorgenommen hatte. Zwei weitere Ausstellungsstücke, die noch hierher gehören, stammen aus viel späterer Zeit: zwei große Vasen aus violettrosa und gelbgrünem Glas, gefärbt
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Abb. 1. Im linken Glasschrank Auers wissenschaftliche Jugendarbeiten, rechts die späteren Arbeiten. In der Mitte die Tischvitrine mit den Ehrendokumenten, darüber das Modell des Kopfes am Wiener Auerdenkmal von Wilhelm Fraß.
mit den Oxyden von Auers Elementen Neodym und Praseodym. Sie waren dem Gelehrten zum 70. Geburtstag von der Deutschen Auer- Gesellschaft überreicht worden.
In der Gruppe des Gasglühlichtes (Abb. 2, rechts) erinnerten einige Chemikaliengläser mit den Etiketten der alten Firma ,,Welsbach & Williams, Atzgersdorf bei Wien“ an die Erühzeit der Glühkörperindustrie. Eine dieser Flaschen mit dem Aufdruck ,,Lightingfluid“ enthielt noch die zum Imprägnieren der Leuchtkörper dienende Lösung. Daneben konnten einige der ersten imprägnierten, aber noch nicht veraschten Auer- Strümpfe gezeigt werden, die noch die eigenhändige Beschriftung des Erfinders trugen. Eine Strickmaschine für Leuchtmäntel zeigte die mechanische Herstellung, eine Sammlung der zum Imprägnieren dienenden Substanzen den chemischen Werdegang der Glühkörper. Dieser wird vollendet