Aufsatz 
Die Dr. Carl Auer-Welsbach Gedächtnisausstellung im Technischen Museum für Industrie und Gewerbe in Wien / von Franz Sedlacek
Entstehung
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so

Franz Sedlacek

maß, ein Fettfleckphotometer mit einer durch Amylazetat gespeisten ÜEFNERschen Normallampe. Auch diese Gruppe wurde durch die österreichischen Patentschriften

über die Erfindung vervollständigt.

Als Gegenstück zu der früher erwähnten Transparenttafel beim Gasglühlicht, zeigte hier eine ähn­liche, dem rechten Fenster vorge­baute Tafel den wirtschaftlichen Vergleich zwischen Edisons Koh­lenfadenlampe und Auers Osmium- lampe (Abb. 4). Auf einer großen Wandtafel wurde in Form einer Tabelle eine Übersicht über die Lichtausbeuten der wichtigsten Beleuchtungsgeräte bei gleichem Energieaufwand gegeben (Abb. 6).

Zu Auers dritter großer Er­findung, dem funkengebenden Cer- eisen wurde in einem Glasschrank (Abb. 7, links) eine größere Samm­lung von Legierungsproben gezeigt, bei denen als Zusätze zu den sel­tenen Erdmetallen Cer, Lanthan, Neodym und Praseodym neben Eisen die Metalle Nickel, Mangan, Kupfer, Zinn, Zink, Blei, Magne­sium und Kalzium verwendet wor­den waren. Man konnte aus dieser Sammlung entnehmen, wie einge­hend Auer von Welsbach das Gebiet der funkenden Metalle durchforscht hatte. Eine Ergän­zung dazu bildete eine Probenreihe von Auers Versuchen, diese Metalle durch Gießen zu formen. Während die Formgebung der kleinen Zünd­steine früher durch Zersägen großer Gußbarren erfolgte, ist es heute Schwierigkeiten möglich geworden,

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Abb. 8. Nachbildung der alten Anlage zur Schmelz­flußelektrolyse und Cereisengießerei. Rechts ein Herd mit Kokswindofen und Schmelztiegel zur Ge­winnung von technischem Cermetall (Mischmetall) durch Schmelzflußelektrolyse von Cersalzen. Im Hintergrund ein Gasofen zum Legieren von Cer­metall mit Eisen. Rechts hinten ein Koksofen zum Vorwärmen der Gießformen. Links die alte Gleich­strom-Dynamomaschine.

nach Überwindung bedeutender technischen die Zündsteine unmittelbar in Kleinformen zu gießen.

Für die Schaustellung der alten Vorrichtungen, mit denen Auer von Welsbach seine mehrjährigen Cereisen versuche durchgeführt hatte, wurde zu einer Museal­methode gegriffen, die wegen ihrer Lebendigkeit im Technischen Museum besonders gerne verwendet wird: Eine kleine Seitenkammer bot Gelegenheit zur Nachbildung von Auers Versuchsraum in Treibach (Abb. 8). An der rechten Wand stand ein