Heft 
1936: Drittes Heft
Entstehung
Seite
85
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Mitteilungen und Berichte.

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schungsinstitut steht mit einer Anzahl von in- und ausländischen Instituten und Vereinigungen im Schriftenaustausch. Die Blätter für Geschichte der Technik haben sich in der Fachliteratur einen guten Namen gemacht, wie zahlreiche aus­zeichnende Zuschriften und Besprechungen beweisen.

In der Verfolgung seiner vaterländischen Ziele erachtet es das Forschungs­institut als eine seiner wichtigsten Aufgaben, die Werke und Verdienste hervor­ragender österreichischer Ingenieure, Erfinder und Forscher auf technischem Gebiet festzuhalten.

In diesem Sinne wurde vom Forschungsinstitut im Einvernehmen mit dem Kuratorium des Technischen Museums und mit der Lichttechnischen Gesellschaft in Wien zur Ehrung des erfolgreichen österreichischen Chemikers Dr. Carl Freiherr Auer von Welsbach eine unter dem Ehrenschutz des Herrn Bundespräsidenten stehendeDr. Carl Auer-Welsbach Gedächtnisstiftung gegründet. Dieser ist es gelungen, durch Spenden aus dem In- und Ausland die Mittel zur Aufstellung eines würdigen AuER-Denkmals zu beschaffen. Das Ehrenmal wurde vom aka­demischen Bildhauer Prof. W. Frass ausgearbeitet und am 7. November 1935 vor dem neuen Chemischen Institut der Universität Wien in der Währingerstraße feierlich enthüllt. 1 Das zweite Heft derBlätter für Geschichte der Technik enthält, wie schon erwähnt, das von Dr. Ing. Franz Sedlacek verfaßte Lebensbild Auers.

Nach dem Tode von Prof. Dr. Ing. Viktor Kaplan beschloß das Forschungs­institut, auch diesen bahnbrechenden Ingenieur zu würdigen. Zu diesem Zweck wurde vom Forschungsinstitut ein , ,Sonde rausschuß zur Ehrung Viktor Kaplans berufen, der als Vorsitzenden den derzeitigen Prorektor der Technischen Hoch­schule Wien, Prof. Dr. Ing. A. Kann und zu Stellvertretern Sekt.-Chef a. D. Ing. P. Dittes und Prof. Dr.-Ing. E. Feifel, wählte. Als Obmann des Finanzausschusses wurde Dr. Ing. h. c. W. Voith bestellt. Der Leiter des Forschungsinstitutes ist zugleich Sachwalter dieses Sonderausschusses. Durch eine rege Sammeltätigkeit im In- und Ausland gelang es, die nötigen Geldmittel für eine würdige Ehrung Kaplans aufzubringen. Zunächst wurde eine von Hofrat Prof. Ing. Dr. K. Holey ent­worfene Gedenktafel hergestellt, die nebst einem vom akademischen Bildhauer A. Endstorfer geschaffenen Bronzebildnis folgende Inschrift trägt:In diesem Haus wurde am 27. XI. 1876 der Schöpfer einer neuartigen Wasserturbine Ing. Dr. Viktor Kaplan geboren. Die KAPLAN-Turbine erschloß der Welt neue und mächtige Kraftquellen. Er starb am 23. VIII. 1934. Die feierliche Enthüllung dieser Tafel am Geburtshaus Kaplans in Mürzzuschlag soll im Herbst 1936 unter dem Ehrenschutz des Bundesministers für Handel und Verkehr F. Stockinger stattfinden. Weiters ist die Anbringung je eines Bildnisses oder einer Büste im Technischen Museum und im Deutschen Museum in München in Aussicht genommen. Nicht zuletzt wurde durch das Erträgnis dieser Sammlung die Herausgabe der vorliegenden, von Prof. Dr. A. Lechner verfaßten Biographie Kaplans 2 ermöglicht. Nach dem Vorbild dieses österreichischen Sonderausschusses zur Ehrung Viktor Kaplans wurde auch in Schweden ein sechsgliedrigerKAPLAN-Ausschuß ge­bildet, der ähnliche Ziele verfolgt.

1 Vgl. dazu den S. 87 befindlichen Bericht über die Enthüllung des AuER-Denkmals.

2 Siehe S. 1573.