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F. Kargl
In dem großen, einen vollen Halbkreis bildenden Wendebogen bei St. Jodok entfällt ein Viertelkreis allein auf den Kehrtunnel, dessen nördlicher Eingang an einer steil auf ragen den Felswand ohne Voreinschnitt angeordnet werden konnte, während am südlichen Ausgang ein langer und tiefer Felseinschnitt auszusprengen war.
Der Richtstollen war in der Tunnelfirste angelegt und von beiden Mündungen her begonnen worden. Um den Vortrieb zu beschleunigen, wurde auch ein Seiten-
Abb. 4. Bahnbau bei Matrei.
Voreinschnitt und Nordportal des Matreier Schloßtunnels, im Vordergründe der in Aufschüttung begriffene Bahndamm; die links sichtbare Sill fließt im alten Bette und ist noch nicht durch den Silltunnel abgeleitet. Aufnahme Juni z866.
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stollen angeschlagen, der zur besseren Lüftung des Tunnels höher als dieser angelegt •war; er wurde vor Erreichung der Tunnelröhre mit einem Schachte auf die Höhe des Firststollens niedergebracht. Der Seitenstollen hatte eine Länge von 125 m, der Schacht eine Höhe von 40 m.
Das aus Kalk- und Tonphyllit bestehende Gebirge war fest, doch sehr wasserreich und die Wasserhaltung war namentlich in den fallenden Strecken recht schwierig, auch war die Lüftung in den engen Arbeitsräumen recht ungenügend, so daß der Arbeitsfortschritt sehr gehemmt war. Um das Gebirge einigermaßen zu entwässern, wurden am Hange außerhalb des Tunnels mehrere Entwässerungsstollen vorgetrieben.