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Buchbesprechung.
5. Heft der „Blätter für Geschichte der Technik“, entgegenzunehmen, so darf ich einige Worte aus einem Brief verlesen, der mir soeben von der Reichswaltung des NSBDT, von Herrn Ing. Saur, zugekommen ist: „Es war mir eine besondere Freude, diese Herrn Hofrat Erhard zum 75. Geburtstag gewidmete Sonderausgabe zu erhalten, denn in den wenigen Monaten unserer Zusammenarbeit habe ich ihn als einen der wenigen Geschichtsforscher der deutschen Technik kennen und schätzen gelernt. . . Ich hoffe, daß wir noch recht lange mit seiner Mitarbeit und Unterstützung bei den kommenden Aufbauarbeiten in der Ostmark rechnen dürfen.“
Das ist auch unser Wunsch, wissen wir doch, mit welcher Treue Sie, verehrter Jubilar, immer für eine große Volksdeutsche Ganzheit eingetreten sind. Sie waren es, der in schwerer Zeit die Gemeinschaft der deutschen Ingenieure über alle Hemmungen hinweg herstellte, und Sie haben in einer ihrer jüngsten Arbeiten, „Deutsche Technik im nationalsozialistischen Staate“ als Wortführer für uns alle dem nationalsozialistischen Gedankengut des Führers ein begeistertes Verst ehen entgegen- gebracht.“
Hierauf dankte Hofrat Erhard bewegten Herzens beiden Rednern und allen Anwesenden für die erwiesene Ehrung und die inhaltsreiche, von werktätigen Freunden der Technikgeschichte verfaßte Festschrift. Der Gefeierte schloß seine Ausführungen mit einem Rückblick auf die vergangene Zeit, die schwer auf dem Forschungsinstitut gelastet hat, und einem Vorblick auf die weitere Entwicklung des Forschungsinstitutes, für das nunmehr dank der Fürsorge der neuen großdeutschen Regierung und des Hauptamtes für Technik eine hoffnungsreiche Zukunft anhebt.
Buchbesprechung.
Das steirische Eisenwesen von 1564 bis 1625. Von Hans Pirchegger. Quart, 152 S., ein Bildanhang mit 35 Abbildungen und einer Karte. In Ganzleinen RM 12.—. Leykam, NS-Gauverlag Steiermark, Graz.
Der steirische Erzberg steht im Mittelpunkt der Darstellung, um ihn die zahlreichen großen und kleinen Hämmer des österreichischen Hammerbezirkes, im Hintergrund die Eisenkaufleute von Leoben und Steyr mit all ihren über die Grenzen Europas hinausreichenden Handelsbeziehungen. Damit liefert das vorliegende Werk auch einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Wirtschaftsgeschichte der Ostmark. Der Bildanhang mit 35 ausgezeichneten Abbildungen erhöht vor allem nach der kulturellen Seite hin die Anschaulichkeit der Darstellung. Ein ausführliches Sach- und Namenverzeichnis steigert die Brauchbarkeit des Buches auch nach der familiengeschichtlichen Seite hin, denn es sind zahlreiche steirische Familien, die mit dem Eisenwesen verbunden waren, im Text angeführt. Das Werk ist daher für jeden, der sich mit der ostmärkischen und besonders mit der steirischen Technikgeschichte befaßt, unentbehrlich.
Manzsche Buchdruckerei, Wien IX.