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F. Karge
möglichst eingeschränkt, da das harte Gestein hohe Gewinnungskosten verursachte. Das vorzügliche Steinmaterial fand bei vielen Brücken und Kunstbauten beste Verwendung.
In dem Engpaß zwischen Mauls und Unterau, der Sachsenklemme, wurde im Jahre 1809 Marschall Lefevre, der Herzog von Danzig, zum Rückzuge gezwungen.
Die Eisackwässer durcheilen die Schlucht in raschem Laufe; an ihrem Ausgang hegt die Franzensfeste, die das Eindringen eines Feindes ins obere Eisack- wie auch
Abb. 6. Gewölbte Eisackbrücke bei Mauls.
Das Bild zeigt das Bau- und dahinter das Lehrgerüst der 31,6 m weiten Brücke. Die Aufmauerung des Quadergewölbes
ist im Gange. Aufnahme September 1865.
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ins Pustertal verwehren sollte. Im Bereiche der Festung waren weitgehende Forderungen der Militärbehörden zu berücksichtigen, denn es sollte eine Trasse ausfindig gemacht werden, bei der die Bahnfahrt möglichst wenig Einblick in die inneren Festungsanlagen gewähren, die Bahn aber möghchst lange im Bereiche der Festungsgeschütze liegen sollte. Weiter aber war noch gefordert worden, daß die später zu erbauende Pustertaler Bahn im Bahnhofe Franzensfeste einmünde und bei dessen Anlage darauf Rücksicht genommen werde.
Die Einmündung in Brixen wäre natürlicher und günstiger gewesen, da dort das Gelände leichter und freier ist und die Bahnhofanlage räumlich weniger beengt