Die Entwicklung des Markscheidewesens im Lande Österreich.
Von
Dipl.-Ing. Dr. mont, Franz Kirnbauer, Freiberg i. Sa.
Um die Entwicklung des Markscheidewesens in Österreich vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart studieren und dartun zu können, galt es, die vorzunehmende Untersuchung in drei Teilabschnitte, nämlich in die geschichtlichen, geistigen und instrumentellen Grundlagen der Entwicklung zu
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Bild 1. Die historische Instrumentensammlung der Lehrkanzel für Markscheidekunde an der
Montanistischen Hochschule Leoben.
zerlegen. Unter den drei Abschnitten nimmt die Beschreibung der instrumentellen Grundlagen verständlicherweise den größten Raum ein. Diese bestehen aus:
1. Wirklich vorhandene alte Markscheiderinstrumente und -geräte;
2. Abbildungen von alten Markscheiderinstrumenten auf Grubenkarten, sonstigen Rissen, Bildern oder Zeichnungen;
3. Benennungen, Beschreibungen oder Bilder von alten Markscheiderinstrumenten in Büchern, Handschriften, darunter auch sogenannten „Schinbü ehern“.
Bei den geschichtlichen und geistigen Grundlagen ist dagegen darzustellen, wie mit der fortschreitenden Entwicklung des Bergwesens der Bedarf nach mark-
Geschichte der Technik, 7. Heft.
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