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1940: Siebentes Heft : Die Entwicklung des Markscheidewesens im Lande Österreich / von Franz Kirnbauer
Entstehung
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Die Entwicklung des Markscheidewesens.

scheiderischen Handlungen und genauen Messungen entstand und auf welchem Stande die Hilfswissenschaften der Markscheidekunst im 15., 16. und 17. Jahr­hundert waren. Für den Abschnitt der instrumentellen Grundlagen galt es, die verschiedenen einschlägigen technischen Sammlungen sowie Gesqjiichtsarchive der Ostmark eingehend durchzuarbeiten. Hier sind vor allem zu nennen:

Die historische Instrumentensammlung der Lehrkanzel für Mark­scheidekunde an der Montanistischen Hochschule Leoben;

die AbteilungMarkscheiderinstrumente 4 des Te c h n i s c h e n M u s e u m s in W i e n;

das O.-Ö. Landesarchiv, Linz a. d. D. (Grubenkarten­sammlung) ;

das Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Gruben­kartensammlung ).

Die Leobener Sammlung, 1905 gegründet, enthält gegen­wärtig über 60 Inventarnum- mern und ist vor allem durch ihren Einmaligkeitswert be­sitzenden, reichen Bestand an Schinzeugen überaus beach­tenswert (Bild 1). Die Samm­lung historischer Markscheider- instrumente des Technischen Museums in Wien, mit gegen­wärtig 37 Inventarnummern, besitzt verschiedene wertvolle Kompasse und sonstige, die Entwicklung des österreichi­schen Markscheidewesens kenn-

Bild 2. Titelblatt desHallstätter Schinbuches" aus zeichnende Instrumente.

dem Jahre 1527/28. Das O.-Ö. Landesarchiv hat

einen reichen Bestand an Salz­kammergut-Grubenkarten, auf denen sich mehrfach zeitgenössische Kompasse und Markscheiderinstrumente abgebildet finden. Weiters sind auf das Markscheidewesen bezughabende Handschriften aus den Beständen des O.-Ö. Landesarchivs, wie das Hallstätter Schinbuch 1 (Bild 2) aus dem Jahre 1527/28, eine gleichalterige Hallstätter Salzberg-Handlung u. a., zu erwähnen. Die Leobener Lehrkanzel für Markscheidekunde besitzt eine Sammlung von 17 Bleistiftzeichnungen über alte Markscheiderinstrumente aus der Hand des um 1910 verstorbenen Oberberg­rates Riedl. Schließlich darf dasSchwazer Bergbuch 2 (Bild 3) als eine

1 F. Kirn Bauer, Die österreichischen Schinbücher. Mont. Rundschau, Wien 1937,

29. Jg., H. 20, und Tägliche Montan-Berichte, Wien, 28. Jg., Nr. 75, S. 3_6.

2 F. Kirnbauer, DasSchwazer Berghuch. Zeitschr. f. d.Berg-, Hütten- u. Salinenwes. im Deutsch. Reich, S. 338346. Berlin 1937. E. Treptow, Die Tiroler

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