Die instrumenteilen Grundlagen.
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des Pendels. Diese einfache Setzwaage heißt auch Lot- oder Sohhvaage; aufgesetzt auf eine „Waagplatte“ mit dem entsprechenden Sohlsteigen, ergibt sie die noch heute bei Stollen- und Streckenvortrieben im Bergbau üblichen „Setzlatten“. In späterer Zeit wurden diese Schrot- oder Sohlwaagen mit einem Skalenbogen ausgestattet und
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Bild 77. Die Setzwaage aus Agricolas Bergbuch „De re metallica", 1556.
dann öfters auch „Bergwaagen“ genannt. Sie kamen, nach Gonser, mit einem flachen, breiten Pendel ausgestattet, vor Jahren in den Handel.
Kine neuartige Setzwaage bildet 1556 Agricola in seinem V. Bergbuche ah 1 (Bild 77). Er nennt sie „Libella stativa“ oder „Aufsatz“. Da Agricola sie in einer Abbildung gleich dreimal darstellt, ist sie möglicherweise seine Erfindung. 2 Denn
1 G. Agricola, 1. c„ S. 114.
2 Auch P. Wilski (I. 2) ist dieser Meinung.