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bildung eines solchen Abstechens ist mir anf einer im Technischen Museum zu Wien befindlichen Grubenkarte aus Hallstatt aus dem Jahre 1698 bekannt. Die besondere Form der Erdwaagen und auch ihre Ausschmückung scheint nur im Salzkammergut gebräuchlich gewesen zu sein.
Aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts gibt uns über die Arbeitsmethoden und Markscheiderinstrumente des Salzkammergutes das schon erwähnte handgeschriebene Buch, 1 genannt „Manipulations- Beschreibungen das Bergwesen betreffend“ von Laurenz Buchgruber aus Hallstatt aus dem Jahre 1808 genaue Auskunft. Es ist der 26. Band der „Manipulations-Beschreibungen“, der aus 51 Seiten und 25 handgezeichneten und wassergemalten Bildtafeln in der Größe 24 x 23 cm besteht. Auf Seite 37/38 schreibt Buchgruber über die „Verschünungsart der Gebäude“ (Bild85).
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Bild 85. Salzberginstrumente aus Laurenz Buchgrubers „Manipulations-Beschreibungen" aus dem Jahre 1808.
1: Handkompaß; 2: Dreieckiger Stuhl; 3: Verziehschnur; 4: Gradbogen; 5: Zulegeplatte; 6: Bergwaage oder „Ebenwag 1 ; 7: Bergstabl; S: Wehrkompaß.
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1 O.-Ö. Lanüesarcliiv, Linz a. D., Zeichen V/5 26.