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Die instrumenteilen Grundlagen.
kreuz. Als feste Nullinie für den Setzgradbogen dient ein in Glas geritzter lotrechter Strich. Diese Glasscheibe befindet sich in dem schmalen spitzwinkeligen Holzrahmen, der zur Aufstellung des Setzgradbogens dient.
Wenn wir sonach die im vorstehenden aufgezählte Reihe von Setzwaagen und Setzgradbögen überblicken und zusammenfassen, so ergibt sich die E n t w i c k 1 u n g s- reihe VITT, Setzwaagen.
Bild 83. „Erdwaage" genannter Gradbogen der Salzkammerguf-Markscheider aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts.
Abgebildet auf einer vom Bergmeister Hans Wibner im Jahre 1716 angefertigten Grubenkarte des Salzbergbaus Ischl (O.-Ö. Landesarchiv. Linza.d.I).), 7.“, CUder nat. Größe).
Bild 84. „Abbruch" oder „Abstechen" genanntes Winkelmeßgerät der Salzkammergut- Markscheider aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts.
Dargestellt auf einer aus dem Jahre 1716 stammenden Grubenkarte des Salzbergbaus Ischl f 2 ^ der nat. Größe).
Sa lzberginstr umente.
Im alpenländischen Salzbergbau haben sich im Laufe der Jahrhunderte eine Anzahl eigener Geräte und Instrumente zu markscheiderischen Zwecken herausgebildet, die als „Salzberginstrumente“ zu bezeichnen sind und im folgenden noch kurz besprochen werden sollen.
Auf einer Ischler Grubenkarte, 1 die der Markscheider Hans Wibner im Jahre 1716 verfertigte, bildete er, dem Zeitgeschmack entsprechend, seine bei der Aufnahme benützten Markscheidergeräte ab (Bild 83 u. 84). Wir sehen darauf einen Hängekompaß mit Sonnenuhr, eine besonders eigenartig gestaltete „Erdwag“, weiters ein „Abbruch“ oder „Abstechen“ genanntes Instrument zum Messen oder Aufträgen von Winkeln bei gleichzeitiger Ermittlung der Saigerhöhe und Ebensohle, ferner für söhliges Einwägen eine „Saigwag“ und eine für das gleichmäßige Fallen der Sinkwerke benötigte „Gsenkwag“ oder „Schnirpergwag“, dieser Name ist undeutlich zu lesen. Auf einer anderen Salzkammergut-Grubenkarte 2 von Hallstatt aus dem Jahre 1709 bildeten die Markscheider Martin Holzhammer und Blasius Kral ebenfalls eine eigenartig geformte „Bergwaage“ sowie ein „Abstechen“ ab. Die älteste Ab-
1 O.-Ö. Landesarchiv, Linz a. D., Gerollte Grubenkarten J I.
2 Montanistische Hochschule Leoben, Lehrkanzel für Marksclieidekunde, Karten - Sammlung Nr. 12.