Friedbich Ritter von Lössl.
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führen. Außerdem arbeitete er an der Verbesserung der Schichtlinienkarten, indem er Schichtlinienreliefs unter verschiedener Beleuchtung photographieren ließ und die auf den Reliefs entstandenen Schattierungen auf Karten übertrug. Für diese Versuche interessierte sich auch das Militärgeographische Institut. Gleichzeitig richtete Lössl eine eigene mechanische Werkstätte mit weitem Hofraum für die Anfertigung von atmosphärischen Uhren und für Experimentalstudien in Wien ein. Hier wurden insbesondere die Standuhren hergestellt, die Lössl erfunden hatte (Bild 3).
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Büd2. Badehotel Elisabeth in Aussee, von Friedrich Ritter von Lössl im Jahre 1876.
im September 1880 wurde im Wiener Cottagegarten, der später Türkenschanzpark genannt wurde, die erste dieser autodynamischen Standuhren, die im Freien stand, in Betrieb genommen. Lössl hatte schon in früheren Jahren Versuche über die autodynamische Wirkung hermetisch eingeschlossener Luftmassen unternommen, deren Verhalten bei Druckschwankungen er aufs eingehendste experimentell untersuchte. Er stellte dabei fest, daß Luftdruckschwankungen genügen, um schwere Gewichte zu heben, und daß sie in Verbindung mit den noch weit stärker wirkenden Temperaturschwankungen motorisch für feinere Mechanismen ausgenützt werden können. Lössl bestellte, nachdem er dies erkannt hatte, bei einer angesehenen Uhrmacherfirma Wiens das erste Laufwerk für eine sich selbst aufziehende Uhr.
Das Problem dieser Uhren, die er „ aut o dynamische“ oder „atmosphärische“ nannte, hatte ihn schon lange beschäftigt. Angeregt wurde er dazu 'bei Ausführung der maschinellen Einrichtung des Fabrikbaues in Immenstadt durch die Berechnungen von Dampf- und Gasmaschinen. Eine zufällige Bekanntschaft mit