Ekicii Kurzel-Kuntscheener
oder dem Lande fortbewegt, nach erzielter gewisser Geschwindigkeit, durch einen unbeweglichen Flügel, welcher eine, mittelst eines Stellrades regulierbare schräge Fläche bildet, auf schiefer Ebene der verdichteten Luft gehoben und getragen, sowie durch ein horizontales und ein zweites vertikal liegendes Steuer gelenkt wird“.
In den ersten Tagen des Jahres 1880 erschien, zunächst im Selbstverlag, später von Spielhagen & Schuriöh in den Verlag übernommen, die von Kress verfaßte Werbeschrift „Aeroveloce lenkbare Flugmaschine“. In dieser geht Kress von der Besprechung des Vogelfluges aus, um aus diesem die an eine Flugmaschine zu stellenden Anforderungen 'abzuleiten. Dann legt er die theoretischen Voraussetzungen dar, von denen ausgehend er sein freifliegendes
Bild 4. Bauskizze eines mensclientragenden Drachenfliegers mit einem Mittelschwimmer (A) nach der deutschen Patentschrift Nr. 8706 vom 19. Juli 1879.
Modell entwickelte, beschreibt dieses und zukünftige Großausführungen in der schon bekannten Weise unter Beibringung von Zeichnungen. Die Vorbedingungen des Starts einer Flugmaschine und die Gründe, warum er beabsichtige, die von ihm zu bauenden zunächst als Wasserflugzeuge auszuführen, legt Kress wie folgt dar: „Ein Aeroveloce, welcher auf Bäder gesetzt wird, kann viel schneller die nöthige Geschwindigkeit, somit die ßchwebekraft erzielen, besonders w r enn er auf einem sich abwärts neigenden Schienenwege seinen Anlauf nimmt. Zum Aeroveloce gehört aber ein geübter Führer und Steuermann. Die nöthigen Übungen kann man aber gefahrlos nur auf einem See oder Meere machen, denn hier hat man eine große freie Ebene, auf der man ungehindert jede Richtung einschlagen, den entgegengesetzten natürlichen Luftstrom wählen und nur einige Fuß hoch über dem Wasser dahinsausen kann, ohne zu fürchten, an einem Baum oder Hügel anprallen zu können.“ Nachdem Kress sein Modell zunächst einigen Vertretern der Wissenschaft in seiner AVohnung gezeigt und vorgeführt und nachdem er in Österreich und in Ungarn Privilegien und in Deutschland ein Patent für seine Erfindung erhalten hatte, wendete er sich an den Niederösterreichischen Gewerbeverein mit dem Vorschlag, hier einen Vortrag abzuhalten, der von einer Vorführung seiner freifliegenden Modelle begleitet werden sollte. Das vorsichtige Präsidium sagte nicht sofort zu, sondern wählte, um des Erfolges dieses Anbotes
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