Aufsatz 
Lohner - vom Wagnergewerbe zur Großindustrie / von Viktor Schützenhofer
Entstehung
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Viktor Schützenhofer

Akkumulatorenbatterie entnommen. Elektrische Kurzschlußbremse und Hinter­radhandbremse, bei deren Betätigung der Strom ausgeschaltet wurde, waren vor­gesehen. Die Minimalgeschwindigkeit des Fahrzeuges betrug 17, die Normal-

geschwindigkeit 37 und die Höchstgeschwindigkeit 45 km/Stde.

Neben diesen alsreine Elektromobile bezeichneten Kraftwagen baute LohnEr auch solche, bei denen der Strom in einem Generator erzeugt wurde, für dessen Antrieb ein im Wagen ein­gebauter Benzinmotor vor­gesehen war. Die daher als gemischte Lohner-Por- SCHE-Elektromobile bezeich­neten Kraftwagen entstan­den in der Absicht, die Vor­teile des mittlerweile be­

Bild 5. Reines Radnaben-ElektromobilLohner- Porsche.

triebssicherer gewordenen Benzinmotors mit den des elastischen Elektromotors zu verbinden und dadurch das Wechselgetriebe entbehrlich zu machen. Wenn sich diese Type trotz anfänglicher Erfolge Poettingpreis, Semmeringrennen

1902 nicht durchsetzen konnte, so war dies darauf zurückzuführen, daß der reine Benzinwagen nicht nur betriebssicherer, son­dern auch billiger im Be trieb geworden war. Das gemischte Elektromobil muß aber als geniale über^ gangskonstruktion Ferdi­nand Porsches angespro­chen werden, die schon eine Vierradbremse gleichzeitige Bedienung der elektrischen Bremse der Vorderräder und der mechanischen Bremse der Hinterräder mit einem Handhebel besaß und für die Zündung und das Anlassen des Benzinmotors sowie die Wagenbeleuchtung eine Akkumulatoren­batterie vorsah. Die Konstruktionsidee dieser Kraftwagen type ist übrigens im ersten Weltkrieg mit großem Erfolg für militärische Zwecke verwendet worden. Ebenso das reine Elektromobil, das auf (1er Pariser Weltausstellung

Bild 6. Benzin-Elektrisches Automobil ,»Lohner- Porsche. (Ludwig Löhner stehend, Ferdinand Porsche am Lenkrad.)

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