Löhner — vorn Wagnergewerbe zur Großindustrie.
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1900 Aufsehen erregt und anfänglich guten Absatz, auch iin Ausland, gefunden hatte — allein 48 Wagen dieser Type wurden an die Berliner Elektromobildroschken A. G. Bedag, 78 an die Society Mercedes Electrique Paris und einzelne Wagen nach England, Italien, Niederlande, Rumänien und Argentinien verkauft —, konnte sich auf die Dauer nicht behaupten. Löhner haute insgesamt 270 reine Elektromobile, die besonders als Nutzwagen, vielfach im Feuerlösch-
Bild 7. Oberleitungsomnibus ,,Löhner- Stoll“.
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dienst, bis 1917 in Verwendung standen. Der beschränkte, durch Dimension, Gewicht und Leistungsfähigkeit der damaligen Akkumulatoren bedingte Fahrtbereich — er betrug bei den LoHNER-PoRSCHEsehen Elektromobilen 50 km —, die zwischenzeitig erzielten Verbesserungen am Benzinwagen und dessen Betriebsverbilligung hatten auch ihm die wirtschaftliche Grundlage für eine Verwendung genommen. So setzte Löhner ab 1906 den Bau von kompletten Automobilen nur mehr mit dem neu in sein Erzeugungsprogramm aufgenommenen Oberleitungsomnibussen, Bauart „LohNer-Stoll“, und damit eigentlich (loch wieder mit Elektromobilen fort. Wie kurz vorher die. Absatzmöglichkeiten von Elektromobilen, speziell aber auch von LoiiNER-PoRSCHE-Typen gewertet wurden, geht aus der anfangs 1906 von der Mercedesgruppe in Österreich beabsichtigten Gründung einer großen Fabrik zur Erzeugung von Elektromobilen „System Lohner- Porsche“ hervor, an der sich auch die DAiMLER-Motorengesellschaft Unter- tiirkheim, zwei große deutsche Banken und der Wiener Bankverein beteiligen