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Franz Dan gl
Casciarolus nannte diesen Stein, der auch als „Bologneser Leuchtstein“ im Schrifttum angeführt wird, „Phosphor“, also aus dem Griechischen rückübersetzt: Lichtträger. (<pcoo = Licht, (peqeiv = tragen, cpwocpoQoo = Lichtträger.)
Der in Bologna lebende Mathematiker Giovanni Antonio Magini, der bereits 3617 starb, erlangte Kenntnis von V. Casciarolos Leuchtsteinen und sandte sowohl die rohen als auch zubereiteten Steine an führende Persönlichkeiten, wodurch diese Entdeckung bekannt wurde.
Mit diesem Ausdruck wurde zu jener Zeit jeder Körper bezeichnet, welcher im Dunkeln, ohne angezündet zu sein, leuchtet. Da eine Kennzeichnung auf Grund der chemischen Zusammensetzung noch nicht möglich war, finden sich
Ultra -
Rundfunk -
Röntgen- violett. Ultrarot. _ Ultra kurzwel len. _weilen, strahlen "||" ! Tel
Sichtbares .
Spektrum
Hohen - strahlen
- Wechselströme —
Gamma - strahlen
Technischer
Wechselstrom.
Kurzwellen-
Therapie.
Ül Hertz'sche Glas-UV Wellen.
gebit
Bild 1. Elektromagnetische Wellen.
Benennungen, welche den Fundort oder den jeweiligen Darsteller andeuten, wie z. B. „Bologneser Leuchtstein“, „Bononischer Leuchtstein“, „Balduinscher Phosphor“, „Cantonscher Phosphor“, „Kunkelscher Phosphor“ usw. N. Hulme bezeichnet 1802 eine nach den Vorschriften Cantons hergestellte Leuchtsubstanz als „Cantonsche Lichtmagnete“.
Substanzen, welche derartige Leuchterscheinungen aufweisen, werden auch noch heute Phosphore oder Luminophore genannt.
Das ebenfalls gelegentlich alchimistischer Arbeiten von Henning Brand 1669 aus Harn und 1771 von Carl Wilhelm Scheele aus Knochenasche dargestellte chemische Element Phosphor verdankt seinen Namen lediglich der gleichen Fähigkeit, Licht auszusenden, wobei aber nicht „Photo-Lumineszenz“, sondern „Chemi- Lumineszenz“ vorliegt.
Die Dauer des Nachleuchtens wird mit sogenannten Phosphoroskopen gemessen, wie sie erstmalig von E. Becquerel im Jahre 1859 angegeben wurden.
Die Farbänderung, welche auftritt, wenn ein Lichtstrahl in bestimmte wäßrige Lösungen eindringt, also Fluoreszenz im Sinne des derzeitigen Sprachgebrauches, wurde zunächst an Holzextrakten beobachtet und von verschiedenen Forschern studiert.
Die älteste Nachricht hierüber findet sich in einer spanischen Schrift aus dem Jahre 1570, die von R. Boyle zitiert wird und uns, wie es scheint, nur in einer