Aufsatz 
Österreichs Beitrag zur Lumineszenzanalyse und Fluoreszenzmikroskopie / von Franz Dangl
Entstehung
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Österreichs Beitrag zur Lumineszenzanalyse und Fluoreszenzmikroskopie.

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eigenes Ansuchen in den dauernden Ruhestand. Aus diesem Anlasse wurde ihm der Titel Regierungsrat verliehen.

Am 24. Juni 1888 starb er in Aussee in der Steiermark und wurde am Gerst- hofer Friedhof in Wien beigesetzt.

Ein Porträt aus seiner Amtszeit an der Staatsrealschule zu Sechshaus be­findet sich in der heutigen Bundesrealschule Wien XV., Henriettenplatz, und ist im nebenstehenden Bild 5 wietiergegeben.

Seine 1861 veröffentlichte ArbeitDie Fluorescenz des Lichtes ist nicht nur vom sachlichen Standpunkt aus beachtenswert, vielmehr bietet das mit genauen Angaben versehene Literatur­verzeichnis einen wertvollen überblick über den Stand der Fluoreszenzforschung zu seiner Zeit. Die weite Verbreitung, welche diese Publikation fand, lenkte die Aufmerksamkeit nam­hafter Forscher des benachbar­ten Auslandes auf dieses Fach­gebiet.

lh sko war nicht nur be­strebt, eine möglichst große Zahl von Substanzen hinsicht­lich ihres Fluoreszenzvermögens zu untersuchen und zu beschrei­ben, er bemühte sich vor allem, durch geeignete Apparaturen in seinen Vorlesungen und Vorträgen auf experimenteller Grundlage das Interesse seiner Hörer zu wecken.

Die Möglichkeiten, Fluoreszenzuntersuchungen mit künstlichen Lichtquellen durchzuführen, wurden von Pisko systematisch und eingehend untersucht. Von der Lichtstrahlung einer Kerze, der Gasflamme, brennenden Weingeists, Wasser­stoffs und Schwefelkohlenstoffs ausgehend, erweiterte er seine Forschungen auf das Verhalten des elektrischen Funkens und des Kohlelichtbogens. Die bereits von Stokes angeführten Beobachtungen an einem elektrischen Lichtbogen zwi­schen Metallelektroden führt er wohl in seiner Publikation an, konnte aber diese Versuche wegen materieller Einschränkungen nicht ausbauen und systematisch fortsetzen.

Pisko empfiehlt 1861 eine Kohlenbogenlampe mit einem Kobaltglas-Paßfilter für Vorlesungsversuche, wobei er zur Darstellung der Fluoreszenzerscheinungen mit wasserklaren Lösungen geeigneter Substanzen, z. B. schwefelsauren Chinins oder Äskulins, Zeichnungen auf einem Papierschirm der Bestrahlung seiner Lampe aussetzt.

Diese Anordnung nimmt somit den heute unter der BezeichnungBlaulicht­fluoreszenz angewandten Gedankengang vorweg.

Bild 6. Fluoreszenzlampe nach Pisko.