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Erich Kurzel-Runtscheiner
Zu den Periodica, die oft auch technikgeschichtliche Themen behandeln, gehört ferner die in Wien erscheinende, „Natur und Technik“ 38 betitelte Zeitschrift der Gesellschaft gleichen Namens. Ihr Arbeitsprogramm umfaßt alle Sparten technischer Volksbildung, zu deren Verbreitung die Gesellschaft nicht nur durch die Herausgabe der erwähnten Zeitschrift, sondern auch durch die Veranstaltung von Kursen, Vorträgen und Führungen, sowie durch eine Verkaufsabteilung von Lehrmitteln und wissenschaftlichen Büchern beiträgt.
Die altbekannte und vorzüglich geleitete Zeitschrift des Vereines deutscher Eisenhüttenleute „Stahl und Eisen“ 39 gab aus Anlaß des neunzig]ährigen Bestandes des Vereines zur 132. Hauptversammlung, die am 2. und 3. November 1950 in Düsseldorf stattfand, eine Sondernummer heraus. Diese ist kein Heft, sondern ein stattlicher Band, der auf 95 Seiten Fachaufsätze und auf 295 Seiten Werbeankündigungen der einschlägigen deutschen Unternehmungen enthält. Aus dem Inhalt dieses Sonderheftes sei für den technikgeschichtlich Interessierten auf den von Robert Scherer und Winfried Connert in Krefeld für den Werkstoffausschuß des Vereines deutscher Eisenhüttenleute verfaßten Bericht „Entwicklung der Schnellarbeitsstähle‘ 4 hingewiesen.
Seit kurzem gibt der Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes neben unterrichtenden Schriftenreihen, Fachbüchern und gewerkschaftlichen Zeitschriften auch drei Monatsschriften technischer Richtung heraus, die der „Weiterbildung und Information“ dienen sollen. Es sind dies „Bau und Holz“ 40 , „Werkstatt und Betrieb“ 41 und „Kraftfahrzeugtechnik“ 42 ; ihr Ziel ist, durch informativen und fachlichen Lesestoff, unterstützt durch zahlreiche Abbildungen, die Fachkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen. Alle diese Zeitschriften enthalten auch Aufsätze, die den technikgeschichtlich Interessierten gefallen werden: Lebensbilder, Rückblicke und entwicklungsgeschichtliche Darstellungen. Die Ziele, denen der Österreichische Gewerkschaftsbund durch die Herausgabe dieser Monatsschriften zustrebt, umreißt das Geleitwort, das das erste Heft der „Kraftfahrzeugtechnik“ einleitet: „Die unaufhörlich fortschreitende, sich ständig weiter verzweigende Technisierung auf allen Gebieten des Lebens bringt es mit sich, daß mehr oder minder fast jeder Arbeiter auf einem engen Gebiet seines Berufes zum Spezialisten wird. Es ist heute nicht mehr so wie früher möglich, dem Facharbeiter alle von uns im Laufe langer Entwicklungszeiten gewonnenen Kenntnisse in ihrem gesamten Umfang zu vermitteln. Darüber hinaus aber ist es so, daß fast kein Berufszweig in irgendeinem Stadium seines Entwicklungsprozesses stehen bleibt, sondern sich immer und immer wieder neue Entwicklungsmöglichkeiten erschließt. Was wir heute noch als letzte Erkenntnis, als letzte Weisheit hinnehmen, ist morgen vielleicht schon wieder veraltet,
überholt, verbessert. Es ist klar, daß dieser andauernde Entwicklungsprozeß von
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38 „Natur und Technik“, Zeitschrift der Gesellschaft für Natur und Technik, Wien seit 1947.
39 „Stahl und Eisen“, Zeitschrift für das deutsche Eisenwesen, Sonderheft „90 Jahre Verein deutscher Eisenhüttenleute, 132. Hauptversammlung Düsseldorf, 2. und 3. November 1950“, Düsseldorf 1950.
40 , 4i , 42 „Bau und Holz“, „Werkstatt und Betrieb“, „Kraftfahrzeugtechnik“, Österreichische Monatsschriften für Weiterbildung und Information, herausgegeben vom Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Wien seit 1950.