Aufsatz 
Entwicklung und Stand der Stickstoffdüngerindustrie in Österreich / von Paul Dolch
Entstehung
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Paul Dolch:

II. Hochdruckbetriebe.

Die Hochdruckbetriebe, insbesondere der Kontaktofen, stellen das Herz der Fabrik dar. Alles, was vorher geschieht, ist Vorbereitung, um die Partner für die Reaktion bei der Bildung von Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff zu­sammenzubringen. Im Kontaktofen geht die Vereinigung zum Ammoniak vor sich, und alles, was nachfolgt, ist Überführung des Ammoniaks in eine Form, die als Dünger Verwendung finden kann. Die Vereinigung der Reaktionspartner im Kontaktofen erfordert besondere Bedingungen, die für das Werden der syn­thetischen Stickstoffindustrie, wie oben ausgeführt, von großer Bedeutung waren, nämlich einerseits hohen Druck (zirka 200 bis 300 atü), anderseits beträchtlich hohe Temperatur (zirka 550 bis 650°). Im einzelnen verlaufen die Vorgänge in den Hochdruckbetrieben wie folgt:

Kontaktgas (Gasometer)

i

Hochdruck-Kompressor (1.3. Stufe, 28 atü)

i

Druckwasserreinigung» CO 2 (C0 2 -Wäsche)

1

Hochdruck-Kompressor (4.6. Stufe, 300 atü)

I

Blauwäsche (CO, C0 2 )> Rückgas (mit Kupferlauge) (CO)

1

Weiß wasche

(mit Ammoniakwasser 25%)> Rest C0 2

1

Reingas (300 atü)

(Frischgas)

1

Kontaktofen (zirka 300 atü, zirka 550650° C) (mit Kreislauf)

Lager für flüssiges Ammoniak < Abscheideflasche für> Verdampfer

flüssiges Ammoniak (300 atü)

Tief kühler (Gegenstrom)

Ammoniakgas