Das Unterinntal, eine technikgeschichtliche Landschaft.
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von dor Technik der Neuzeit. Heute aber sehen wir dort, wo einstmals auf den Schopperstätten die „Plätten“ genannten Innschiffe gebaut wurden, wo Flöße und Schiffe den Innstrom belebten, das mächtige Wehr des Innkraftwerkes Kirchbichl, das den Inn in einer stromauf sich weit hinziehenden Haltung aufstaut.
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Bild 10. Votivtafel mit Ansicht von Schwaz. Im Vordergrund Schiffszug am Inn. Ölbild von Georg Höttinger, 1725. Schwazer Heimatmuseum, aus dem Besitz der
gräflichen Familie Enzenberg.
Nahe von Kirchbichl wurde schon 1776 der Kohlenbergbau heimisch. Man nahm damals am „Pölfen“ genannten, südlich der Orte Schwoich und Häring gelegenen Gebirgsstock den Abbau des Flözes von Häring auf. Die Aufbereitung der Kohle aber erfolgte in Kirchbichl. Die Iläringer Kohle ist so schwefelhaltig, daß deren Verbrennung in größeren Mengen durch den abziehenden Schwefelrauch sogar den Pflanzenwuchs schädigte. Aus dem Schwefel, der aus der Iläringer Kohle gewonnen wurde, konnten sogar Zündholzköpfchen erzeugt wer-