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Alfred Collmann — Lebensweg und Leistung.
war, wie bei allen anderen nachfolgenden Zwanglaufsteilerungen, der viel größere Kegelwiderstand gegenüber den bald darauf entstehenden Luftpuffer-Klinken- steuerungen. I )a aber trotzdem bei der „alten CoLLMANN-Steuerung“ dieser große Kegelwiderstand durch sehr kräftige WATTSche Regulatoren noch genügend be-
Bild 3. „Alte Collmann- Steuerung“ mit Wälzhebel Wirkung (1878) aus:
„Die Entwicklung der Collmann- Steuerungen und deren Ventilbewegungen“.
Die Exzenterstange E ist am Hebel H 1 mit dem Drehpunkt h im Punkte g angelenkt. An diesen Hebel schließt sich der Kniehebel i, k, l (Kniegelenk imPunkte k) an. Vom Punkte l aus wird über die Wälzhebel Wj und iV 2 die Steuerbewegung auf die Ventilstange V übertragen. Die Horizontalbewegung des Kniegelenks k, welche die Bewegung des Punktes l und damit den Ventilhub maßgeblich beeinflußt, wird vom Hebel 77 2 bewirkt. Dieser ist einerseits über a an Z angelenkt, während er in b mit einem Gleitschuh auf der Exzenterstange E gleitet. Z ist seinerseits in c an dem Arm einer vom Regler gesteuerten Welle R gelagert. Durch Verdrehen von R durch den Regler wird c gehoben und gesenkt und dadurch die Horizontalbewegung von k und damit die
Füllung geregelt.
herrscht werden konnte, waren die Zuverlässigkeit dieser Steuerung und deren verbesserte Ventilfunktionen die Ursachen, daß während der Patentdauer über 2000 Nummern der „alten CoLLMANN-Steuerungs-Dampfmaschinen“ von einer Keihe von Maschinenfabriken ausgebaut wurden.