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Alfred Collmann — Lebensweg und Leistung.
Diese einfachste „neue CoLLMANN-Steuerung“ wurde vom Erfinder 1892 durch eine Vorrichtung zum zwangläufigen Momentverschluß mittels Klinke, ähnlich der abgebildeten Zeichnung (Bild 4), wesentlich verbessert, wobei jedoch die Wälzdaumen noch beibehalten wurden. 1893 wurde der Öldämpfungspuffer, der schon in der Steuerung von 1892 vorgesehen war, dahingehend verbessert, daß der
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Bild 4. „Neue CoLLMANN-Steuerungen mit Flüssigkeitspuffer“ (1895) aus: „Die Entwicklung der Collmann -Steuerung und deren Ventilbewegungen“.
Die Exzenterstange S schwingt mit dem Funkt B, am Hebel l angelenkt, um P. Gleichfalls im Funkte B ist am Hebel l die hakenförmige Klinke m gelagert, die durch die Feder / relativ zu l so lange in der gezeichneten Lage gehalten wird und daher die Gegenklinke n mitnimmt und dadurch das Einlaßventil V g abhebt, bis sie infolge der oszillierenden Bewegung von l an den Hebel Q anscldägt und auslöst. Das Ventil schnellt hierauf unter Federdruck auf seinen Sitz zurück, wird aber knapp vor dem Aufsetzen durch den Flüssigkeitspuffer K gebremst. Die Füllungsregelung erfolgt durch Verdrehen des Hebels Q um die Welle It, die vom Regler gesteuert wird. Das Auslaßventil V a wird über den Wälzdaumen 1)' und den Hebel P' gesteuert.
Querschnitt der öldrosselstellen sich knapp vor dem Aufsetzen des Ventils wesentlich verringert, wodurch das Aufsetzen der Ventile besonders stoßarm wird (Bild 4). Der Wälzdaumen wurde nur zur Steuerung des Auslaßventiles beibehalten, beim Einlaßventil jedoch weggelassen.
Für alle von Collmann entwickelten Steuerungsbauarten sind die wohlgeformten und nach theoretischen Erwägungen entwickelten Ventilerhebungskurven charakteristisch, die sich auch in der Praxis vollauf bewährten. Besonders vollkom-