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Erich Kurzel-Runtscheiner
gegen Verschmutzung schützenden Glasdach arbeitenden Maschine zeigt ein der Firmenschrift beigeheftetes doppelseitiges Farbbild; ihr Erwerb, die Montage, der Bau der Hallen und Aufbereitungsanlagen samt Kraft- und Wasseranschlüssen wurde zu einem wesentlichen Teil aus Mitteln des europäischen Wiederaufbaufonds sichergestellt Durch die Inbetriebnahme der neuen Papiermaschine „Gigant“ konnte die Jahresproduktion der „Steyrermühl“ bei einem nur geringen Mehraufwand von Holz von 23000 t auf 40000 t Papier erhöht werden.
„Vom Handwerk zur Industrie“ führte der 75jährige Weg die Optischen Werke C. Reichert Aktiengesellschaft. Dies bezeugt eine textlich und typographisch vorbildlich gestaltete Schrift, deren „Streiflichter aus unseren Werkstätten“ benannter Teil mit Photos der Erzeugnisse der Firma von selten gesehener Bildhaftigkeit ausgestattet ist. Das schöne Heft, die eben ausgegebene „Festschrift in memoriam Carl Reichert “ 5 (geboren am 26. Dezember 1851), zeigt auf ihrem Umschlag das farbenphotographische künstlerische Bildnis des vor einen Globus gestellten neuen binokularen Forschungsmikroskops „im weißen Kleid“ seines Gestelles. Es ist kaum anders möglich, als daß dieses Titelbild bei jedem, der mit solchen Geräten zu arbeiten hat, den Wunsch erregt, ein REiciiERT-Mikroskop dieser Art auf seinem Forschertisch stehen zu haben! Und damit ist der Zweck der Ausgabe dieser einschließlich Umschlag bloß 46 Seiten umfassenden Firmenschrift unter Verwendung vornehmster Mittel erreicht.
Ganz anderer Art ist die von Friedrich Walter verfaßte, aus 332 Seiten bestehende Festschrift „70 Jahre Veitscher Magnesit, 1881—1951“ 6 . Hier ist alles auf Wissenschaftlichkeit und Gründlichkeit abgestellt; jedes der Werke des Unternehmens — Veitsch, Eichberg, Breitenau und Trieben — erhielt ein eingehend beschreibendes Kapitel, das mit Werks-Außen- und -Innenaufnahmen, sowie mit Abbildungen der Erzeugnisse ausgestattet ist. Die Kapitel, „Vom ,Mangan- bau Carl Spaeter und Max Sachs 4 zu ,Carl Spaeters A’eitscher Magnesitwerken* 1881—1899“, sowie „Veitscher Magnesitwerke Aktiengesellschaft 1899 bis 1951“ gehen voraus, ein Kapitel „Werk und Landschaft“ folgt. Das Ganze ist ein Abbild der Solidität, der Stabilität, der Tradition und der Weltbedeutung des seine Erzeugnisse in alle Erdteile liefernden österreichischen Unternehmens, dem diese Festschrift gewidmet ist.
Ähnliche Grundsätze wurden bei der Ausstattung der Firmenschrift „Innwerk Aktiengesellschaft, München, Verwaltungssitz Töging-Inn“ 7 befolgt. Die Schrift weist auf die Leistungen dieser nun 33 Jahre bestehenden Kraftwerksgesellschaft hin, indem Übersichtskarten, Längenprofile, Lagepläne und Schnitte — alle farbig — sowie Innen- und Außenansichten der sieben Kraftwerke vorgelegt werden, die das Unternehmen zur Ausnützung der Kräfte des Laufes des Inn, angefangen vom Übertritt des Flusses auf bayrisches Gebiet nördlich Kufstein bis zur Einmündung in die Donau bei Passau errichtet hat. Weitere zehn Inn-
5 „Festschrift in memoriam Carl Reichert“, Wien 1951, im Verlag der C. Reichert A. G.
6 Friedrich Walter: „70 Jahre Veitscher Magnesit, 1881 — 1951“, Wien 1951, im Selbstverlag.
7 „Innwerk Aktiengesellschaft München, Verwaltungssitz Töging-Inn,“ München 1950, im Selbstverlag.