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1951: Dreizehntes Heft
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Erich Kurzel-Runtsciieiner

einem der in der Erzeugung von Dieselmotoren führenden Länder wurde. Be­sonders bemerkenswert ist es, wie durch bloßes Zitieren von schriftlich nieder­gelegten Urteilen von Zeitgenossen die handelnden Personen mit ihren charakte­ristischen Eigenschaften und mit ihren Leistungen dem Leser lebendig werden.

Die Verlagshäuser Ullstein in Berlin und in Wien geben eine Bücherreihe heraus, mit der sie sich zum Ziel gesetzt haben, dem Leser jeweils mit irgend­einem Sondererzeugnis oder Sonderzweig der Technik, wenn man so sagen darf, von Individuum zu Individuum in Beziehung zu setzen. Zu dieser Bücherreihe gehören „Du und der Motor“ 10 und „Die Welt in der Retorte“ * 11 . Das erste dieser Bücher ist eine von Edwin P. A. IIeinze verfaßte „Moderne Motorenkunde für Jedermann“, das zweite eine „Moderne Chemie für Jedermann“ aus der Feder von Dr. II ans-Joachim Flechtner. Das erste ist ein Lehrbuch über den „Umgang mit Motoren“, wobei die schlechten Zensuren bei tückischem Verhalten nicht immer dem Motor, sondern oft dem Menschen erteilt werden müssen. Das zweite Buch berichtet über Treibstoffe, Fette und Seifen, Faserstoffe und Kautschuk, die — wir alle wissen es — heute bereits auf synthetischem Weg hergestellt wer­den können. Wurden doch sogar schon die von Lebewesen erzeugten Wirkstoffe, Vitamine und Hormone auf künstlichem Weg entwickelt. All das einschlägige Wissen wird nicht in trockener Form, sondern in populär gehaltenem Erzähler­ton vermittelt, so daß es bei glücklicher Auswahl sachkundiger Verfasser, trotz einwandfreier Richtigkeit, geradezu unterhaltend wirkt. Es sind Bücher, aus denen Jung und Alt jene Belehrungen schöpfen können, die für den reibungslosen Ablauf des Lebens von heute geradezu unerläßlich sind.

Ein vom Ullstein- Verlag Wien herausgegebenes Buch führt zu den Anfängen der Hochsee-Schiffahrt. Es ist Thor Heyderdahl, der den Bericht über die Floßfahrt der „Kon-Tiki“ 12 niederschrieb. Mit dieser abenteuerlichen Reise sollte bewiesen werden, daß es möglich gewesen ist, mit den in der vorgeschichtlichen Zeit in Südamerika gebauten Indianerfloßen von Peru aus über den Stillen Ozean nach Polynesien zu gelangen. Die gelungene Fahrt des nach dem Stammeshäupt­ling und Indianergott „Kon-Tiki“ genannten, mit sechs Menschen bemannten see­gehenden Großfloßes, die die der Sage nach vor etwa 1500 Jahren unternommene Flucht mit damals bekannten Mitteln wiederholte, hat gezeigt, daß die Annahme, Polynesien sei vom südamerikanischen Festland aus besiedelt worden, durchaus nicht abwegig ist. Daß das Buch, das diese Hochseereise in Wort und Bild schildert, zu einem „Bestseller“ geworden ist, beweist, wie sehr diese gut ge­schriebene Schilderung die Phantasie der Menschen von heute gefangen ge­nommen hat.

Wie das Buch „Kampf um eine Maschine“ unter Mitarbeit des Sohnes Rudolf

10 Edwin Heinze : „Du und der Motor. Eine moderne Motorenkunde für Jedermann“. Mit 172 Zeichnungen von Fritz Diopert und 24 Tafeln, Wien 1950, Ullstein Verlag.

11 Hans-Joachim Flechtner: „Die Welt in der Retorte — Eine moderne Chemie für Jedermann“. Neubearbeitete u. erw. Ausgabe mit 180 Zeichnungen von Gerda Becker und 16 Tafeln, Wien 1949, Ullstein Verlag.

12 Tiior Heyderdahl: „Kon-Tiki“. Ein Floß treibt über den Pazifik“, mit 66 Abb., 2 Karten, Wien 1951, Ullstein Verlag.