Technikgeschichtliche Bücherschau.
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schweißung und zum Pioniererfinder auf diesem Sondergebiet. Die Autobiographie Rosenbergs, der seit 1939 in Bogota lebt, ist — vom Springer-V erlag in Wien in würdiger Form herausgebracht —, eine Fundgrube technisch geschichtlicher Daten und enthält viel Belehrendes, was für alte und junge Ingenieure wertvoll zu wissen ist.
Eine Veröffentlichung ganz besonderer Art ist das von H. R. Hörbiger und M. Soeser geschriebene Buch „Welteis, Roman um ein Weltbild“ 18 . Es schildert nach Erinnerungen und Erfahrungen des ältesten Sohnes die Entstehung der von Hanns Hörbiger entwickelten und von Philipp Fauth propagierten Welteislehre oder Glazialkosmogonie. Der romanhaften Schilderung der Entstehung dieses aus den beruflichen Erkenntnissen Hanns Hörbigers emporwachsenden neuen Weltbilds gelingt es, die „Wunder des gestirnten Himmels über uns mit Mysterien des moralischen Gesetzes in uns zwanglos zu einer Einheit“ zu verbinden und dabei trotzdem ein sehr lesenswertes und angenehm lesbares Buch zu schaffen.
Wie die zuletzt angeführten Bücher sich mit Leben und Leistung eines einzelnen befassen, so berichtet der von der österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebene Sammelband „österreichische Naturforscher und Techniker“ 19 in 61 biographischen Kapiteln über zahlreiche bedeutende Männer, die zu ihren Lebzeiten in Österreich forschten und arbeiteten. Die Biographien dieser großen Toten — nur Verstorbene werden in diesem Buch behandelt — schrieben kenntnisreiche Vertreter der jemals in Frage kommenden Sparte der Wissenschaft und der Technik. Von unter uns noch Lebenden aber berichtet das vom Generalstaatsbibliothekar i. R. Dr. Robert Teichl bearbeitete „Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen — Österreicher der Gegenwart“ 20 , das das Österreich-Institut herausgab. Wenn der Inhalt dieser beiden Bücher zusammengehalten wird, dann ergibt sich aus ihnen eine fast lückenlose Übersicht über die Schicksale und die Leistungen schöpferischer Menschen in Österreich zwischen 1750 etwa und heute.
Als Heft 9 der Schriftenreihe der O. ö. Landesbaudirektion erschien die umfangreiche, viele statistische Daten enthaltende Arbeit „Wiederaufbau in Oberösterreich“ 21 , die die Tätigkeitsberichte der O. ö. Landesbaudirektion und des o. ö. Wiederaufbauamtes enthält. Wie alle vom Amt der O. ö. Landesregierung bisher offiziell herausgegebenen Schriften ist auch dieser Band textlich und typographisch vorbildlich gestaltet. Bildnisse der leitenden Männer, der berichterstattenden Ämter
18 H. R. Hörbiger und M. Soeser: „Welteis, Roman um ein Weltbild“, Wien und München 1951, Verlag Karl Kühne.
19 „Österreichische Naturforscher und Techniker“, herausgegeben von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1950, Verlag der Gesellschaft für Natur und Technik, 61 biographische Kapitel mit 97 Abb.
20 „Österreicher der Gegenwart“, Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen, bearbeitet vom Generalstaatsbibliothekar i. R. Dr. Robert Teichl, herausgegeben vom Österreich-Institut, Wien 1951, Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei.
21 „Wiederaufbau in Oberösterreich“, Bd. Nr. 9 der Schriftenreihe der o. ö. Landesbaudirektion, herausgegeben vom Amt der o. ö. Landesregierung in Linz, Linz 1950, Kommissionsverlag des o. ö. Landesverlages Wels.