Aufsatz 
Die Entwicklung des wasserbaulichen Versuchswesens : zum 40jährigen Bestand der Bundesversuchsanstalt für Wasserbau in Wien / von Rudolf Ehrenberger
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Die Entwicklung des wasserbauliehen Versuchswesens

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Aus dem umfangreichen Tätigkeitsgebiet der staatlichen Wiener Versuchs­anstalt seien hier nur kurz erwähnt: Versuche über Sohlenumbildungen unter­halb von Wehren (Kolkversuche), Grundwasserversuche, Versuche über die Wasserbewegung in steilen Rinnen, die zur Aufstellung neuer Abflußformeln führten, Rauhigkeitsversuche an Rohrleitungen und Druckversuche an Wehr­klappen und Dammbalken.

Von Modellversuchen der letzten Jahre, die vom Standpunkte des Ausbaues unserer heimischen Wasserkräfte vielleicht mehr allgemeines Interesse bean­spruchen dürften, möchte ich noch besonders anführen: Das Vollmodell des

Bild 5. Traunfallwerk (OKA).

Donauwerkes Ybbs-Persenbeug im Maßstab 1 :200. Bei diesen Versuchen han­delte es sich vor allem um die Klärung der Rückstauverhältnisse bei Höehsthoch- wasser, die Festlegung der Anströmungen an das Wehr und die Schiffsschleusen unter den verschiedensten Voraussetzungen, ferner um die Sohlenumbildungen bei verschiedenen Betriebszuständen. Aus Gründen des Vergleiches wurde eine große Anzahl von Projektsvarianten (nach Ing. Höhn, Donaukraftwerke A. G., und Prof. Dr. Grzywienski) untersucht. Im Auftrag der Tauernkraftwerke A.G. kamen Modellversuche über die Entlastungsanlage für die Limbergsperre, über die Zeferetbacheinleitung mit besonderer Berücksichtigung der Selbstbelüftung im Schrägschacht und des Energieabfalles im Entlüfter (Ausscheidung der mit­gerissenen Luft), sowie über einen Grundablaßschnellschlußschieber der Speicher­anlage Margaritze (Druckhöhe in (1er Natur 80 m, Maßstab 1 :10) zur Durch­führung. Schließlich seien noch die Versuche am Vollmodell des Traunfallwerkes (1 :30) erwähnt. Außer der Ermittlung der Überfallkoeffizienten bei verschie­denen Klappenstellungen und Stauhöhen, des Abfuhrvermögens der beiden