Aufsatz 
Die bisherige Entwicklung der Geschiebetheorien und Geschiebebeobachtungen / von Otto Lanser
Entstehung
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Otto Lanser

Damit läßt sich folgende Tabelle aufstellen:

Berechnung der Abflußwerte ip (Auszug).

Pegelintervall

J

(1000 J) 2

® = 27 *m- AB

(1000 J) 2 @

Häufigkeit

At

(1000 J) 2 - e At

°/oo

m 3

m 3

Tage

m 3 xTage

280289

0,833

0,695

1,5

1,04

24

25,0

290299

0,700

2,5

1,75

140

245,0

300309

0,705

3,5

2,47

174

429,0

310319

0,843

0,710

4,2

2,98

75

223,5

usw. bis 550559

0,917

0,840

316,0

265,50

24

6 370,0

560569

0,846

350,0

296,0

16

4735,0

570579

0,850

385,0

327,0

37

12095,0

580589

0,926

0,858

422,0

362,0

24

8 690,0

usw. bis 650659

0,947

0,895

723,0

647,0

6

3882,0

660669

0,900

774,0

696,50

3

2089,5

670679

0,906

822,0

744,50

1

744,5

680689

0,955

0,912

872,0

794,50

3

2383,5

usw. bis 730739

0,970

0,940

1 155,0

1 084,0

1

1084,0

740749

1216,0

0

o

750759

0,977

0,952

1281,0

1 220,0

1

1220,0

£(1000 J) h m {h m h 0 ) AB- At = 142392,2m 3 x

X Tage

- 12 302668,8 m 3 sec

LG 727000 m 3

^ ~ £,(1000 J) 2 .h m (h m h 0 ) .AB .At ~ 12 302 668,8 m 3 X sec = 0,000 059 1 sec- 1 .

Auf diese Weise erhielt Krapf für die Geschiebeabfuhrziffer des Rheins im betrachteten Zeitraum den Wert 0,000059 1 sec -1 . Die wenigen Male, wo man dank günstiger Voraussetzungen in der Lage war, diesen Beiwert auszurechnen, erhielt man jedoch sehr voneinander abweichende Ergebnisse. In einem Versuchs­gerinne hatte Kreuter z. B. Abfuhrziffern zwischen 0,000165 und 0,000265, also das Drei- bis Vierfache errechnet. Auch war kein Weg bekannt, die Größe ip etwa unmittelbar aus den durch Siebanalysen feststellbaren Größen des Geschiebekorns zu ermitteln; man war einzig darauf angewiesen, die Abfuhrziffer auf dem ange­deuteten Rechnungswege, für den viele Unterlagen erforderlich sind, empirisch abzuleiten. Angesichts der Schwierigkeit, die in einem Flusse innerhalb einer be­stimmten Zeit abgeführte Gesamtgeschiebemenge zu erheben, blieb dies ein sehr unsicherer und überhaupt nur in Ausnahmefällen gangbarer Weg, der keinen Schluß auf die Verhältnisse an anderen Gewässern erlaubte.

Messungen von Kurzmann an der Tiroler Ache (Beobachtungen über Geschiebe- führung, München, 1919) aber auch Beobachtungen Schaffernaks an der Sann, Mur und Erlauf (Neue Grundlagen für die Berechnung der Geschiebeführung, Wien, 1922) haben die Du BoYS-KREUTERSche Annahme nicht bestätigt, derzufolge