Aufsatz 
Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek
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Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek

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raumbildungen) zu suchen ist. Sofort wurde von Storek eine Kavitationsturbine mit 183 nun Laufraddurchmesser gebaut und neben der Anlage Schmitt, Jsertal, wo sich eine schlecht arbeitende Kaplanturbine befand, in Betrieb genommen. In mehrmonatiger Arbeit konnte Oplustil die Gesetzmäßigkeit der Kavitationen erkennen und kavitationsfreie Laufräder entwickeln sowie deren richtigen Ein­bau festlegen.

Bild 2. Löwin Storek (links) und Prof. Viktor Kaplan (rechts) mit Versuchslaufrad vor der Großausführung des Kaplanlaufrades.

Es war Frühsommer 1922, als die umgebaute Turbine der oben erwähnten An­lage in Betrieb ging. Mühelos konnte sie parallel geschaltet werden, was früher wegen der Unstabilität stets ein wahres Kunststück erfordert hatte und mühelos kletterte der Zeiger des Wattmessers hinauf, so hoch, daß es niemand glauben wollte. Erst als die Sicherheitsventile der 1 iampfkessel abbliesen, weil die Turbine allein die ganze Last übernommen hatte, glaubte auch der jetzt hoch zufriedene Kunde, daß alle Schwierigkeiten überwunden waren.

Ein großer, vielleicht der wichtigste Schritt in der Weiterentwicklung der Kaplanturbine war erfolgreich getan. Die Zusammenhänge über spezifische Dreh­zahl, Gefälle und Kavitationen waren eindeutig geklärt. Es war nun bekannt, wie weit man mit der spezifischen Drehzahl gehen konnte und wie die Kaplan-