.Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek
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Diese Feststellung ist uni so verständlicher, weil sich bei den vielen Großausführungen der Konzernfirmen die Kaplanturbine bis 40000 PS Leistung hervorragend bewährt hatte.
1934 war Kaplan, leider viel zu früh, auf seinem Besitz Rochuspoint in Unter- ach am Attersee im Salzkammergut an einem Schlaganfall gestorben. Er hatte sich von seiner schweren Krankheit nicht mehr richtig erholen können und gab sich in der Stille seines Besitzes ruhiger Forschungstätigkeit hin. Auch Storek, als treuer Vorkämpfer Kaplans, war als Firma aus dem Ringen um die Kaplan-
Bild 3. Das schmutzunempfindliche Bild 4. Laufrad zur Storek-Kaplan-Turbine Laufrad. Hone, Italien. N = 29.000 PS.
turbine recht geschwächt hervorgegangen. Es kostete unter den ungünstigen Verhältnissen, unter denen die Volksdeutsche Firma im gemischtsprachigen Gebiet der CSR. arbeiten mußte, viele Jahre angestrengtester Tätigkeit und eiserner Sparsamkeit, um die erlittenen Verluste auszugleichen. Die Entwicklung der Kaplanturbine ging jedoch auch unter diesen Umständen ungehindert weiter.
Der von Storek gelieferte Nachweis, daß die Kaplanturbine die von ihrem Erfinder behaupteten Vorteile auch in der Praxis auf weist sowie der Umstand, daß Storek den Weg zum kavitationsfreien und richtigen Einbau aufgezeigt hatte, veranlaßte verschiedene prominente Turbinenfabriken des Auslandes, den Kaplanturbinenbau aufzunehmen (siehe Kaplankonzern), bzw. sich an Storek um technische Beihilfe zu wenden. In erster Linie kann hier die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der italienischen Firma „Riva Milano“ erwähnt werden, die sich etwa wie folgt abspielte: Riva gab die Bemessungsgrundlagen bekannt, Storek berechnete die Turbinen, lieferte die Laufräder und stellte die hydrau-