Aufsatz 
Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek
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Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek

I>ie Weiterentwicklung der kleinen und mittleren Kaplanturbinen führte zur Konstruktion des mechanischen Servomotors zur Laufradverstellung, weil der hydraulische auch eine patentierte Konstruktion Storeks für kleinere An­lagen immer noch zu teuer war. Das Gebiet der kleinen und mittleren Kaplan­turbine hat durch diesen Servomotor eine sehr preisgünstige Weiterentwicklung erfahren und damit dieser Maschine weitere Möglichkeiten bei kleinen und mitt­leren Anlagen erschlossen, da die Kaplanturbine zufolge ihrer ausgezeichneten Anpassungsfähigkeit einen Ausbau auf eine größere Wassermenge zuläßt, als

Bild 7. Schnitt durch eine vertikale Storek-Kaplan-Turbine mit Präzisions-Kegelrad­getriebe und umlaufendem Servomotor.

dies normalerweise bei einer Franzisturbine der Fall ist. Eine wirtschaftlichere Ausnützung der Wasserkräfte ist damit gegeben, wodurch auch für die Steuerung der allgemeinen Energienot ein kleiner Beitrag geleistet werden konnte. Eine nähere Erklärung über diesen Servomotor findet sich in der technischen Er­gänzung.

Die Firma Brüder Storek besitzt heute noch keine eigene Erzeugungsstätte. Trotzdem ist es möglich gewesen, in der Zeit von 1947 bis Mitte 1952 in Zusam­menarbeit mit anderen Maschinenfabriken mehr als 50.000 FS an Wasserkräften auszubauen.

An dieser Stelle sei auch der österreichischen Bundesbahn, insbesondere Herrn Zentralinspektor Lukas, besonders gedankt, der Dipl.-Ing. Heinz Storek den hydromechanischen Ausbau des Großkraftwerkes Ettendorf im Stubachtal übertragen hat. Die Anlage konnte zur Zufriedenheit ausgeführt werden.