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Entstehung und Werdegang der Kaplanturbine bei der Firma Storek
ein in jeder Beziehung einwandfreier Zustand. Mit der neuerlichen Inbetriebnahme war auch wieder die volle Leistung vorhanden. Es lag der Verdacht nahe, daß sich im Laufe der Zeit Strömungsverlagerungen eingestellt haben könnten, die nun den Leistungsabfall bedingten. Wochenlange Versuche im Laboratorium sowie an der Anlage selbst bestätigten diese Annahme jedoch nicht. Da aber diese Erscheinungen hauptsächlich im Herbst auftraten, ergab sich die Vermutung, daß es sich doch um Verunreinigungen handeln könnte. Ein Versuch, wobei
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Bild 10. Wasserturbinen-Generatorsatz mit lotrechter, gemeinsamer Welle und Turbine mit radialem Leitapparat von Dipl.-Ing. Herbert Storek (Österr. Pat. Nr. 169.917).
unmittelbar vor die Turbine ein Schubkarren mit Laub gekippt wurde, bestätigte die Richtigkeit dieser Annahmen, denn die Leistung war schlagartig zurückgegangen. Bei Untersuchung der Turbine im abgestellten Zustand konnte jedoch von den Verunreinigungen nichts mehr wahrgenominen werden, weil sie durch Wirbelbildung, die beim Abstellen entsteht, weggespült worden waren. Der Leistungsabfall war dadurch entstanden, daß sich Laub an die Eintrittskanten gelegt hatte und diese allmählich so verdickte, daß sich dadurch eine starke Veränderung des hydraulischen Profils ergab. Wie bereits erwähnt, weist die patentierte Konstruktion Laufschaufeln auf, deren Eintrittskanten entgegen der Drehrichtung geneigt sind, so daß sich das erfaßte Geschwemmsel an ihnen nicht halten kann. War der Leistungsabfall bei den extrem schnellaufenden Turbinen